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Unsere Exportindustrie kann aufatmen

Unsere Exportindustrie kann aufatmen

Der Brexit führte zu Unsicherheit zwischen dem Vereinigten Königreich, der EU und der Schweiz. Das Ziel von scienceindustries war die Sicherstellung einer störungsfreien Weiterführung der Beziehung zur UK. Inzwischen hat die Schweiz ein Abkommen für den Handel, die Migration, den Luft- und Landverkehr und Versicherungen abgeschlossen. Das sichert die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen mit dem UK.

 

12.03.2020

Der Entscheid vom Vereinigten Königreich (UK) im 2016 die EU verlassen zu wollen, hatte sowohl im UK als auch in der Schweiz neue Unsicherheiten geschaffen. Das UK gehört zu den zehn wichtigsten Handelspartnern der Mitgliedsunternehmen von scienceindustries - bei den Exporten, wie auch bei den Importen.

Aus Sicht von scienceindustries ging es daher in der Zeit nach der Abstimmung zum Brexit insbesondere darum, die bisherigen intensiven wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und Grossbritannien durch neue Vertragswerke soweit als möglich zu sichern und bestenfalls weiter zu entwickeln. Ein entsprechendes scienceindustries-Arbeitspapier wurde zu einem frühen Zeitpunkt erstellt. Es fasste die strategischen Herausforderungen und Chancen des Brexit-Prozesses für die Schweiz aus Sicht der Mitgliedsunternehmen zusammen und stellte diese zur Diskussion. Dieses Papier wurde unter anderem auch von der Botschaft des UK als Ausgangspunkt des weiteren Vorgehens benutzt.

Der Bundesrat definierte schon früh seine "mind-the-gap"-Strategie, die ungeachtet der weiteren Entwicklung im UK und in der EU, eine bestmögliche Lösung für die Unternehmen in der Schweiz ermöglichen sollte. scienceindustries unterstützte diese Strategie von Beginn weg und wirkte in diversen Arbeitsgruppen aktiv mit, tauschte sich mit Vertretern des UK direkt aus und verfolgte den Prozess eng.

Die Schweiz hat ihre Hausaufgaben gemacht und mit den abgeschlossenen Abkommen eine möglichst störungsfreie Pflege der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen mit dem UK sichergestellt. Die abgeschlossenen Abkommen decken den Handel, die Migration, den Luft- und Landverkehr sowie Versicherungen ab. Zudem konnte für drei Kapitel des Abkommens über die gegenseitige Anerkennung von Produktzulassungen (Mutual Recognition Agreement MRA) eine Weiterführung vereinbart werden (Good Manufacturing Practice GMP, Gute Laborpraxis GLP, Fahrzeuge). Befristete einseitige Massnahmen UK's im Bereich MRA sollen die Versorgungssicherheit garantieren.

Jetzt ist es wichtig, die erreichten Resultate weiter zu verbessern und soweit wie möglich voranzutreiben. Das gilt insbesondere auch für die Einigung über die Umsetzung sämtlicher Kapitel des MRA, die Ergreifung unilateraler Massnahmen der Schweiz zwecks Sicherstellung der Versorgungssicherheit und weitere Möglichkeiten zur Intensivierung der bilateralen Wirtschaftsbeziehung. Unsere besondere Aufmerksamkeit braucht auch die Entwicklung der Verhandlungen zwischen der EU und dem UK, damit möglichst rasch eine entsprechende Einigung im Dreieck CH-UK-EU erreicht werden kann. Und die Entwicklung der Chemikaliengesetzgebung in UK nach dem Austritt werden wir auch besonders im Auge behalten müssen (REACH vs. UK-REACH). Bis Ende 2020 bleibt vorerst alles beim Alten - trotz des Austrittes des UK aus der EU am 31.01.2020.


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