Wirtschaftsverband Chemie Pharma Life Sciences

Verbessern statt verbieten: 2x Nein zu den Pestizid-Initiativen

Die Trinkwasser- und Pestizidverbots-Initiative wollen beide den Einsatz wichtiger Produktionsmittel drastisch einschränken oder gar verbieten. Eine Annahme der Initiativen hätten weitreichende Folgen für die Schweiz. scienceindustries ist überzeugt, dass Innovation der Schlüssel zu einer naturverträglichen Lebensmittelproduktion ist und unsere Industrien hier zur Weltspitze gehören.

09.03.2020

Die Volksinitiative "Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide" (Pestizidverbots-Initiative) verlangt ein Verbot synthetischer Pestizide. Die Volksinitiative "Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung – Keine Subventionen für den Pestizid- und den prophylaktischen Antibiotika-Einsatz" (Trinkwasser-Initiative) setzt hingegen beim Geld an: Nur noch jene Bauern sollen Direktzahlungen erhalten, die auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, vorbeugend verabreichte Antibiotika und zugekauftes Futter verzichten.

Beide Initiativen sind extrem und schaden direkt den Konsumenten, da die Lebensmittelpreise durch eine Verknappung des Angebots enorm steigen würden und die Wahlfreiheit - insbesondere bei Schweizer und regionalen Lebensmitteln - stark eingeschränkt wäre. Ein Verbot von Bioziden, dazu zählen auch viele Reinigungs- und Desinfektionsprodukte, gefährdet ausserdem die Hygiene in der Lebensmittelproduktion und damit die Lebensmittelsicherheit akut.

Die Schweiz hat eine lange Tradition in der Forschung und Entwicklung von Arzneimitteln, chemischen Spezialitäten und Life Science-Produkten. Schweizer Firmen tragen mit ihren Innovationen dazu bei, dass der Pflanzenschutz immer sicherer und nachhaltiger wird. Verbote oder Anreize für den Verzicht auf Pflanzenschutzmittel sind ein schlechtes Signal für eine wichtige und erfolgreiche Forschungsindustrie. Die Initiativen würden aber auch der öffentlichen Forschung schaden: Bei Annahme wäre die Forschung zu einem effizienteren Pflanzenschutzmitteleinsatz in der Schweiz nicht mehr förderfähig oder gar verboten.

Unsere Industrie setzt heute stark auf Forschung und Innovation, Naturverträglichkeit und Nachhaltigkeit sind dabei ein zentrales Anliegen. Echte und nachhaltige Risikoreduktion bei Pflanzenschutzmitteln kann durch den Einsatz moderner Wirkstoffe, verbesserte Erkennungs- und Anwendungstechnik sowie Bildung und fachkompetente Beratung der Anwender erreicht werden. Der Aktionsplan Pflanzenschutzmittel des Bundes adressiert diese Punkte mit konkreten und zielführenden Massnahmen. Unsere Mitgliedsunternehmen sind in einigen Projekten direkt involviert.

Richtig eingesetzt schützen Pflanzenschutzmittel unsere Pflanzen und sorgen für eine vielfältige Auswahl gesunder Lebensmittel in unseren Läden. Innovation sorgt dafür, dass Mensch und Natur von einem modernen Pflanzenschutz profitieren wird, ein Verbot führt zu nichts. Deshalb lehnt scienceindustries beide Pestizid-Initiativen entschieden ab.


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