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Wie Vitamin D eine Covid-Erkrankung abschwächen kann

Wie Vitamin D eine Covid-Erkrankung abschwächen kann

Es ist schon lange bekannt, dass eine gesunde Ernährung unser Immunsystem stärkt und uns vor Viren schützen kann. Nun zeigt eine neue Studie, dass eine höhere Dosis an Vitamin D auch helfen kann, eine Covid-Erkrankung abzumildern.

07.06.2021

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung stärkt das menschliche Immunsystem und schützt vor Angriffen durch Mikroben und Viren. Mikronährstoffe wie die Vitamine A, B6, C, D und E, Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) und Beta-Carotin unterstützen die Entwicklung und Aufrechterhaltung eines starken Immunsystems und eine ausreichende Aufnahme dieser Stoffe kann die Immunität stärken.

Vitamin D nimmt unter den Vitaminen eine Sonderstellung ein, da es sowohl über die Ernährung zugeführt als auch vom Menschen selbst durch Lichtexposition (Sonnenbestrahlung) gebildet wird. Schätzungen zufolge leidet im Winter rund die Hälfte der Bevölkerung in nördlichen Breitengraden an Vitamin-D-Mangel. Die Zufuhr über die Ernährung mit den üblichen Lebensmitteln reicht nicht aus, um den Wert für eine angemessene Zufuhr bei nicht ausreichende Sonnenexposition zu erreichen. Die Differenz kann nur über die Einnahme von Vitaminpräparaten gedeckt werden.

In einer im Juni 2020 im «Journal of Medical Virology» publizierten US-Studie wurden Untersuchungen an fast 1400 Patienten ausgewertet. Personen mit schlimmerem Covid-Krankheitsverlauf wiesen bedeutend niedrigere Vitamin-D-Spiegel auf als jene mit guter Prognose. Die Forscher betonen dabei, dass auch Risikofaktoren wie Übergewicht, Diabetes sowie Alter eine Rolle spielen, die häufig mit einem geringen Vitamin-D-Gehalt im Blut einhergehen. Zahlreiche weitere Studien stellen eine Verbindung zwischen Mangel an Vitamin D, bestimmten Vorerkrankungen und schwerem Corona-Verlauf her.

Anfangs 2021 haben renommierte Schweizer Wissenschaftler die Rolle der Ernährung für ein gut funktionierendes Immunsystem evaluiert. Die Resultate dieser Evaluation wurden in einer internationalen Fachzeitschrift veröffentlicht («Strengthening the immunity of the Swiss population with micronutrients: A narrative review and call for action» – Clinical Nutrition). Laut diesen Wissenschaftlern sind auch in der Schweiz gewisse Risikogruppen – wie Ältere, Pflegeheimbewohner, geriatrische Patienten und mehrfach chronisch kranke Menschen – mit wichtigen Nährstoffen unterversorgt, welche für die optimale Funktion des Immunsystems notwendig sind. Diese Unterversorgung schwächt das Immunsystem und kann das Risiko, die Schwere und die Dauer einer Erkrankung an COVID-19 beeinflussen.

Es ist und bleibt unbestritten, dass für die Bekämpfung der Pandemie eine solide Impfungsstrategie, adäquate medizinische Behandlungsmöglichkeiten sowie das strikte Einhalten von Hygiene Massnahmen und Abstandsregeln in Vordergrund stehen sollen. Eine Nahrungsergänzung für die erwähnten Risikogruppen, bei den Inzidenz und Mortalitätsrate aufgrund der Coronavirus Infektionen auch in der Schweiz besonders hoch waren, würde allerdings eine sinnvolle und risikoarme flankierende Massnahme darstellen. So empfielht z.B. auch das Deutsche Bundesinstitut für Risikobeurteilung (BfR) für Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner eine generelle Vitamin D-Einnahme von bis zu 20 Mikrogramm pro Tag.

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