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Übersicht und Position zur Corona-Pandemie

Dossiers - Corona-Pandemie

Übersicht und Position zur Corona-Pandemie

Unsere Industrien können weitere Erfolge in der Pandemiebekämpfung vermelden: Der zweite Impfstoff gegen das Coronavirus wurde von Swissmedic zugelassen, sowie auch die Auffrischimpfung (Booster) für beide Vakzine. Zudem werden noch weitere Impfstoffe geprüft.

29.11.2021

Die erfolgreiche Bewältigung einer Krise wird oft durch innovative Technologien und deren Produkte überhaupt erst möglich. So herausfordernd solche Situationen zum einen sind, fördern sie zum andern dafür den Innovationsdruck auf die Gesellschaft und deren Unternehmen. Die internationale Zusammenarbeit unserer Industrien und Forschungseinrichtungen im Kampf gegen das Coronavirus in der Geschichte der Impfstoffentwicklung ist entsprechend einmalig. Zur Bewältigung der Corona-Pandemie haben unsere Industrien ihre Forschungsaktivitäten unverzüglich intensiviert, um im Kampf gegen die Pandemie der Weltbevölkerung möglichst schnelle und sichere Lösungen anbieten zu können.

Auch die Wissenschaft benötigt ein innovationsfreundliches Umfeld, um gedeihen und damit Erfolge ausweisen zu können. Nach wie vor bietet die Schweiz gute Rahmenbedingungen für die Forschung aber auch für die Entwicklung und Produktion neuer Lösungen für bestehende Probleme – sei dies nun in Bezug auf das Coronavirus oder aber hinsichtlich zahlreicher anderer Herausforderungen.  

Die weltweit grössten Hoffnungen im Kampf gegen das Coronavirus liegen mehr denn je auf den Impfstoffen. Verschiedene unserer Mitglieder verfügen über langjährige Erfahrungen im Impfstoffbereich und es wird auch hierzulande aktiv an Impfstoffen geforscht. Dabei kommen auch Schweizer Technologien zum Einsatz, die im Rahmen der Ebola-Impfstoff-Entwicklung erprobt wurden.

Erfolgsmeldungen dank Wissenschaft und Technologie

Die hohen Erwartungen von Politik und Gesellschaft an die international tätige Industrie wurden erfüllt. So hat Swissmedic mittlerweile die Zulassung für zwei Impfstoffe erteilt und weitere Gesuche sind dem Vernehmen nach in Prüfung. Neben der Wirksamkeit und Qualität des Impfstoffes steht die Sicherheit sowie mögliche Nebenwirkungen im Zentrum der Prüfung.

Lonza produziert am Standort in Visp sehr grosse Mengen an Impfdosen. Ausserdem füllt Novartis in ihrer Produktionsanlage in Stein einen Impfstoff (mRNA-Wirkstoff) in Injektionsfläschchen ab. Neben den mRNA-Wirkstoffen von Moderna und Pfizer/Biontech wurde auch der Vektor-Impfstoff des Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson in der Schweiz zugelassen. Sodann erhielt Roche in der Schweiz die Zulassung für ein Arzneimittel, welches vielversprechende Resultate bei der Behandlung von Covid-19-Patient/innen gezeigt hat und lieferte 3000 Dosen aus. Unsere Mitglieder tragen damit wesentlich zur Bewältigung der globalen Herausforderung bei.

Weitere Informationen zur Zulassung des Impfstoffes entnehmen Sie der Website des Bundesamtes für Gesundheit sowie bei Swissmedic. Die Aussetzung des Patentschutzes erachtet scienceindustries als nicht zielführend, da sie zukünftige Innovationen gefährdet und dies zu Engpässen in der Lieferkette führen würde.

Engpässe bei der Produktion von Impfstoffen, Therapeutika, Medizinprodukten und Diagnostika

scienceindustries begrüsst und unterstützt die Diskussion in WTO zu handelsbezogenen Flaschenhälsen (Bottleneck Report) und Handelserleichterungsmassnahmen im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie. Um Engpässe bei der Produktion von Impfstoffen, Therapeutika, Medizinprodukten und Diagnostika zu verhindern, gilt es vor allem, die bestehenden Produktionskapazitäten durch zeitnahe, geeignete Massnahmen (u.a. Erleichterung des Warenflusses) zu stärken, auf Exportrestriktionen zu verzichten, unterschiedliche Verfahren und Vorschriften sowie technische Anforderungen zu harmonisieren und Zölle zu senken. Ein möglichst umfassendes Abkommen, welches mit der Healthcare Products Initiative angestrebt wird, wird unterstützt.

Anpassung des Covid-19-Gesetz führt zur Rechtssicherheit

Das Covid-19-Gesetz ist die Grundlage für solidarische und gemeinsame Lösungsansätze. Es regelt dringend notwendige Massnahmen, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie für Betroffene so verkraftbar wie möglich zu halten. Wirtschaft wie auch Bevölkerung können damit auch künftig auf die im Gesetz vorgesehenen Unterstützungshilfen zählen.

Am 28.11.2021 hat die Schweizer Stimmbevölkerung ein weiteres Mal die Corona-Politik von Bundesrat und Parlament unterstützt. Damit werden die gesetzlichen Grundlagen für wichtige Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie über das Frühjahr 2022 hinaus sichergestellt. Dazu gehört u.a. auch das Covid-Zertifikat. Augenmass bei der Definition von Massnahmen, auch bei steigenden Fallzahlen, ist weiterhin angezeigt, denn nur so ist die Schweiz bis jetzt relativ gut durch die Pandemie gekommen.

Bei einer weiteren Pandemiewelle werden damit potentielle Unsicherheiten aus dem Weg geräumt und möglichen Konkursen und Massenentlassungen entgegen gewirkt. Die Wirtschaft braucht in der Krise Rechtssicherheit.


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