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Paul Hälg, Sika: "Unternehmen haben nicht nur Profitziele"

Paul Hälg, Präsident Sika, im Interview mit CH Media zur Unternehmens-Verantwortungs-Initiative.

02.11.2020

Sika hat mit der ethischen Zielsetzung der Initiative kein Problem, Verantwortung zu übernehmen ist für Sika eine Selbstverständlichkeit. Die rechtlichen Konsequenzen wären aber gravierend. Dass eine Firma ohne eigenes Verschulden die Haftung für Geschäftspartner übernehmen soll, geht zu weit. Mit der Annahme der Initiative entstünde eine hohe Rechtsunsicherheit, und das Klagerisiko für Schweizer Unternehmen würde stark zunehmen.

Die Unternehmen haben nicht als einzigen Zweck Gewinn zu erwirtschaften. Heute sind Zweck, Sinn und soziale Verantwortung mindestens so zentral. Eine erfolgreiche Firma kann es sich nicht mehr leisten, gegen Umweltstandards oder Menschenrechte zu verstossen. Übrigens sind Unternehmen bei Verschulden bereits heute haftbar und keine Gebilde im rechtsfreien Raum.

Für Sika hat die Einhaltung von Umwelt- und Menschenrechtsstandards seit je eine hohe Priorität. Sika ist seit über zehn Jahren Mitglied des UN Global Compact. Sika unterstützt den Gegenvorschlag des Bundesrates, der bei Ablehnung der Initiative sofort in Kraft treten kann. Beim ethischen Ziel der Initiative gibt es absolut keinen Dissens. Falsch ist das Mittel, weil für Schweizer Firmen, die in Entwicklungsländer investieren wollen, ein unkalkulierbares rechtliches Risiko entstünde. Die Initianten schaden letztlich denen, die sie schützen wollen.

Lesen Sie das Interview der CH Media.


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