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Zürcher Forschende optimieren MRT-Technologie

Zürich - Ein Team der Universität Zürich und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich konnte das Signal von Stoffwechselmolekülen erheblich verstärken. Damit werden in der Magnetresonanz-Tomographie (MRT) erstmals Details sichtbar, die bei Herzkrankheiten zentral sind.

18.11.2022

Forschende von Universität Zürich (UZH) und Eidgenössischer Technischer Hochschule Zürich (ETH) haben eine neuartige Methode für die Magnetresonanz-Tomographie entwickelt. Sie konnten das Signal von Stoffwechselmolekülen, die im herkömmlichen MRT nicht zu sehen sind, um einen Faktor von mehr als 25'000 verstärken und damit sichtbar machen. Die entsprechende Studie wurde soeben im „Journal of the American College of Cardiology“ veröffentlicht.

So lässt sich laut einer Medienmitteilung der UZH erstmals nicht-invasiv und in Echtzeit aufzeigen, wie der Körper Nährstoffe verstoffwechselt. Das Team passte seine Methode auf die Bildgebung des Herzens an. Sie zeigt Stoffwechselaktivitäten an, die ein frühes Anzeichen für Herzerkrankungen sein können. Als Beispiel führt die Mitteilung an, dass das Herz normalerweise Fett als Energiequelle nutzt. Entsteht ein Sauerstoffmangel, stellt es sofort auf Zucker um. Mit der neuen Methode kann ein Sauerstoffmangel frühzeitig im MRT-Bild entdeckt werden. „So können bereits die Ursachen von Herzkreislauferkrankungen behandelt werden, nicht erst ihre Auswirkungen“, schreibt die UZH. Auch das Geschehen vor und nach einem Herzinfarkt kann auf diese Weise abgebildet werden.

Dieses Verfahren könnte in Zukunft individuellere Therapien ermöglichen, so Robert Manka, Leiter Herz-MRT am Herzzentrum des Universitätsspitals Zürich (USZ). Es muss sich jedoch noch in klinischen Studien bewähren. Manka hofft auch, dass es helfen wird zu verstehen, warum manche Menschen nach einem Herzinfarkt viel stärkere Einschränkungen haben als andere. „Wahrscheinlich spielt dabei auch der Stoffwechsel mit, aber das wissen wir bisher nicht. In Zukunft werden wir besser sehen können, was im Herzmuskel und seinen Zellen wirklich vor sich geht.“ mm


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