Erstellt am 15.08.2019

Stellungnahme zum Bericht "Zustand und Entwicklung Grundwasser Schweiz" (NAQUA)

Trinkwasser ist in der Schweiz von hoher Qualität

Trinkwasser wird in der Schweiz streng kontrolliert. Die Schweizer Gesetzgebung sieht für Pflanzenschutzmittel und deren Abbauprodukte strenge Grenzwerte mit Vorsorgecharakter vor. Nun zeigen die jüngsten Resultate der Nationalen Grundwasserbeobachtung NAQUA, dass diese nur in den seltensten Fällen überschritten werden. Die Industrie arbeitet im Rahmen des Aktionsplans Pflanzenschutzmittel eng mit den Behörden zusammen, um die hohe Qualität des Grundwassers zu erhalten.

Wir haben hierzulande ein Privileg: das Grundwasser liefert nach wie vor «einwandfreies Trinkwasser in genügender Menge» wie das Bundesamt für Umwelt in ihrem neusten NAQUA Bericht aufzeigt.

NAQUA-Resultate zeigen erfreuliche Situation, wenngleich punktueller Handlungsbedarf besteht

Die Wasserqualität wird laufend durch die Behörden mittels eines dichten Messstellen-Netzes überwacht. Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe unterliegen dem strengen Grenzwert von 0.1 μg/l (Mikrogramm pro Liter), der vom Bundesamt für Umwelt BAFU festgelegt wurde. Der NAQUA Bericht zeigt nun auf, dass lediglich bei 2% der Messstellen der Grenzwert für einzelne Pflanzenschutzmittel überschritten wurde.

Neben den Pflanzenschutzmitteln wurden auch deren Abbauprodukte, die sogenannten Metaboliten, untersucht. Gemäss dem Bericht wurde bei ca. 20% der Messstellen eine Konzentration von mehr als 0.1 μg/l gemessen. Allerdings muss bei den Metaboliten unterschieden werden, ob sie Trinkwasser-relevant sind, oder nicht. Nur wenn ein Metabolit biologisch wirksam ist, wird er als "relevant" bezeichnet und könnte die Trinkwasserqualität beeinflussen. Lediglich an 1% der Messstellen wurden relevante Metaboliten in Konzentrationen von mehr als 0,1 μg/l festgestellt.

Industrie arbeitet im Aktionsplan Pflanzenschutzmittel eng mit den Behörden zusammen

Das BAFU setzt auf den Aktionsplan Pflanzenschutzmittel des Bundes, der auch Massnahmen im Bereich Grundwasser vorsieht. Im Rahmen des Aktionsplans sind scienceindustries und ihre Mitgliedsunternehmen in konkreten Projekten direkt involviert und arbeiten eng mit den Behörden zusammen.

Die Aktivitäten reichen von der Schulung zur verbesserten Applikation, über die Reduktion von Punktquellen-Einträgen ins Wasser bis zur Verhinderung von Abschwemmung. Ausserdem fördern die Agrarunternehmen durch Forschungsinvestitionen die Entwicklung neuer Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe mit immer höherer Wirksamkeit und besserer Umweltverträglichkeit.

Weitere Informationen: www.agrar-industrie.ch

Medienmitteilung zum Download (PDF)

Auskünfte:
Sabrina Ketterer, Kommunikation                                                                              
sabrina.ketterer@scienceindustries.ch
Tel. +41 44 368 17 43  

Anna Bozzi, Dossierverantwortliche
anna.bozzi@scienceindustries.ch
Tel. +41 44 368 17 64

                                                 



 

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