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Aktionsplan zur Risikominimierung und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln

Am 26. Oktober 2016 hat scienceindustries zum Entwurf des «Aktionsplan zur Risikominimierung und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln» Stellung genommen. Die Pflanzenschutzindustrie unterstützt sinnvolle Massnahmen, die sich an die effektiven Risiken orientieren und stellt Forderungen zur Ergänzung und Vervollständigung des nationalen Aktionsplans.

Der seitens des Bundesrates vorgelegte nationale Aktionsplan Pflanzenschutz enthält aus Sicht der Industrie neben sinnvollen Massnahmen auch solche, die zu überprüfen oder abzulehnen sind. Für die Pflanzenschutzindustrie müssen sämtliche Massnahmen risikobasiert sowie verhältnismässig sein und für die lokale Produktion von Nahrungsmitteln unterstützend wirken. Zudem ist wichtig, dass sich der Aktionsplan an internationalen Standards orientiert, so etwa bei der Risikobeurteilung oder der Beurteilung einer Belastung der Schweizer Gewässer.

Zwei seitens des Bundesrates vorgeschlagene Massnahmen lehnt scienceindustries ab:

  • Die vorgesehene Reduktion der Anwendungen von Pflanzenschutzmitteln «mit besonderem Risikopotenzial» um rund 30 Prozent ist nicht akzeptabel: Aus dem Plan geht nicht hervor, welche Methodik der Wahl der betroffenen Pflanzenschutzmittel zugrunde liegt. Der Aktionsplan macht nicht klar, welchen Kriterien und Definitionen die Bestimmung der zu reduzierenden Mittel folgt. Bevor eine solche Massnahme erlassen würde, sind die Grundlagen zu klären.
  • Auch lehnt die Industrie die im Aktionsplan vorgesehene Einführung einer Lenkungsabgabe auf Pflanzenschutzmittel ab. Eine Lenkungsabgabe kann Risiken nicht effektiv reduzieren. Nachhaltige Risikoreduktion wird durch Innovation, stetig erfolgende gute Beratung, richtige Anwendung und laufende Fortbildung erreicht. Die einseitige Festsetzung einer Lenkungsabgabe hätte für die Landwirte, die Umwelt und auch für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Pflanzenschutzindustrie keine positiven Wirkungen und würde gutem Resistenzmanagement entgegenstehen.

Weitere Informationen:

Konsultation zum Aktionsplan Pflanzenschutzmittel

Stellungnahme von scienceindustries zur Konsultation zum Aktionsplan Pflanzenschutzmittel

Pflanzenschutz: Industrie unterstützt sinnvolle Massnahmen und erläutert ihre Forderungen zur Ergänzung und Vervollständigung des nationalen Aktionsplans

Der seitens des Bundesrates vorgelegte nationale Aktionsplan Pflanzenschutz enthält aus Sicht der Industrie neben sinnvollen Massnahmen auch solche, die zu überprüfen oder abzulehnen sind. Für die Pflanzenschutzindustrie müssen sämtliche Massnahmen risikobasiert sowie verhältnismässig sein und für die lokale Produktion von Nahrungsmitteln unterstützend wirken. Es braucht Verbesserungen am Aktionsplan. Die Industrie hat heute ihre Forderungen dargelegt.

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Verhaltenscharta der scienceindustries Gruppe Agrar

Mit einer Verhaltenscharta verpflichtet sich die scienceindustries Gruppe Agrar zur sicheren Herstellung und zum nachhaltigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Sie trägt mit Forschungsinvestitionen sowie mit Produkt- und Prozessinnovationen zur Lösung landwirtschaftlicher Herausforderungen und zur ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit bei.

Die Verhaltenscharta der scienceindustries Gruppe Agrar kann unter agrar.scienceindustries.ch herunterladen werden.

FHA EFTA-Aegypten

Ägypten ist im Export der 35. wichtigste und im Import der 69. wichtigste Handelspartner der Schweiz. 2015 wurden Waren im Werte von 805 Mio. CHF (davon 595 Mio. CHF Chemikalien und verwandte Erzeugnisse) nach Ägypten exportiert und Waren im Werte von 74.5 Mio. CHF (davon 6.4 Mio. CHF Chemikalien und verwandte Erzeugnisse) aus Ägypten in die Schweiz importiert.

Wettbewerbsrecht: Teilrevision des Kartellgesetzes

Im Zuge der Revision des Kartellgesetzes werden verschiedene, einschneidende Änderungen im Wettbewerbsrecht diskutiert.

scienceindustries begrüsst eine Modernisierung des Kartellrechts, fordert jedoch, dass ökonomischen Kriterien und Anforderungen aus der Praxis gebührend Rechung getragen wird.

EZV- Teilrevision Zollgesetz

Die gegenseitige Anerkennung mit Amtshilfeabkommen zu verbinden oder in diese zu integrieren, die den ausländischen Zollbehörden einen umfassenden Zugriff auf vertrauliche, geschäftsrelevante Informationen und Daten unserer Mitgliedunternehmen oder die Durchführung von Untersuchungen in der Schweiz ermöglichen lehnt scienceindustries ab.

Mit der Ermächtigung des Bundesrates, völkerrechtliche Verträge über die gegenseitige Anerkennung des Status von zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten selbständig abzuschliessen, wird die Wirtschaft der Interventionsmöglichkeit in der Bundesversammlung beraubt.

Die Aufhebung der Zollfreilager führt zu einer Benachteiligung der schweizerischen Wirtschaftsbeteiligten gegenüber den Mitbewerbern aus der EU.

Europapolitik

Aus Sicht von scienceindustries ist es absolut entscheidend, dass Art. 121a BV wirtschaftsfreundlich und europaverträglich umgesetzt wird. Der Erhalt der bilateralen Verträge I muss dabei oberstes Ziel sein. scienceindustries unterstützt deshalb grundsätzlich den dreistufigen Ansatz der SPK-N für eine autonome, "sanfte" Umsetzung von Art. 121a BV von Anfang September 2016 (Inländervorrang light) als pragmatischer Weg zur MEI-Umsetzung.

Pflanzenschutzmittel: neue Broschüre unterstützt Anwender bei nachhaltige Anwendung

Pflanzenschutzmittel müssen gezielt angewendet werden, um Verluste in die Umwelt und den Eintrag in Gewässer so weit wie möglich zu vermeiden. Eine neue Broschüre unterstützt professionelle Anwender dabei, die Abdrift von Pflanzenschutzmitteln bei ihrer Ausbringung einzuschränken. Herausgeber ist die scienceindustries Gruppe Agrar.

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Änderungen der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) und der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV)

Stellungnahme von scienceindustries zum Entwurf zu den Änderungen der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) und der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV)

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