Erstellt am 28.09.2015

Positionspapier - Forderungen an die Europapolitik der Schweiz

scienceindustries beurteilt die Europapolitik der Schweiz aus wirtschaftspolitischer Sicht. Dieser Blickwinkel ergibt sich, da die Mitgliedunternehmen von scienceindustries wirtschaftlich eng mit den Ländern der Europäischen Union verbunden sind:

  • Aussenhandel: Rund 60% ihrer Exporte gehen in EU-Länder und über 80% ihrer Importe stam­men aus diesem Raum.
  • Personenverkehr: Die EU-Länder sind für die Mitgliedunternehmen eine wichtige Rekrutierungsre­gion für hochqualifizierte Fachkräfte in Forschung, Produktion und Vertrieb. Rund 45% der in der Schweiz in den Mitgliedunternehmen beschäftigten 70‘000 Arbeitnehmer sind Bürger eines EU-Landes.
  • Unternehmensstandort: Die EU-Länder sind für die Mitgliedunternehmen seit mehr als einem Jahrhundert wichtige Forschungs-, Produktions- und Vertriebsstandorte. Mehr als 120‘000 Per­sonen arbeiten in EU-Niederlassungen von scienceindustries-Mitgliedunternehmen. Rund 35% der weltweiten Umsätze werden in der EU erzielt.
  • Faktische extraterritoriale Wirkung der EU-Rechtssetzung: Angesichts der wirtschaftlichen Bedeu­tung des EU-Binnenmarktes für die in der Schweiz ansässigen Unternehmen wird die EU-Binnenmarktrechtssetzung faktisch zu einem wichtigen Massstab der schweizerischen Wirt­schaftsgesetzgebung. Von dieser Basis abweichende schweizerische Vorschriften verursachen im Verkehr mit der EU für die in der Schweiz ansässigen Unternehmen Zusatzaufwand und muss durch eine erhöhte weltweite Wettbewerbsfähigkeit wettgemacht werden.

Gesamte Positionspapier «Forderungen an die Europapolitik der Schweiz» zum Download (PDF).

scienceindustries auf Facebook