Innovationsfreundliche Schweiz

scienceindustries will die Innovationsbereitschaft in der Gesellschaft fördern. Dafür benötigen die Mitgliedunternehmen von scienceindustries folgende Rahmenbedingungen:

  • Fördern von Exzellenz in Bildung und Forschung
  • Nachwuchs zu Naturwissenschaften und Technik hinführen
  • Akzeptanz neuer Technologien in der Bevölkerung stärken
  • Zusammenarbeit zwischen Industrie und Hochschulen intensivieren
  • Bedeutung des Schutzes des Geistigen Eigentums erklären und steigern
  • Risikobereitschaft in der Bevölkerung fördern
  • Vertrauen in die Industrie erhalten und stärken

Haben Sie Fragen zu nachfolgenden Themen? So finden Sie unsere Experten hier.

 

Beiträge Innovationsfreundliche Schweiz

Seite  von  4
Neue gentechnische Verfahren - Potenzial mit klaren Regeln nutzen

Neue gentechnische Verfahren erweitern die Möglichkeiten sowohl in der Grundlagenforschung als auch für die Entwicklung verbesserter und konsumentenfreundlicherer Produkte durch die Biotech-Industrie. Organismen, deren Eigenschaften mit Hilfe der neuen Verfahren verbessert wurden, unterscheiden sich in vielen Fällen nicht von solchen, die aufgrund natürlicher Vorgänge entstehen können. Dies erschwert die Abgrenzung zwischen gentechnisch veränderten Organismen (GVO) und solchen aus herkömmlicher Züchtung zunehmend – die Gesetzgebung hat auf diesem Gebiet mit dem wissenschaftlichen Fortschritt nicht Schritt gehalten. Um Innovationen nicht zu blockieren, sollten bestehende rechtliche Unschärfen möglichst rasch zielführend gelöst werden. scienceindustries hat die Entwicklungen in dem Fact Sheet «Neue gentechnische Verfahren» zusammengefasst.

Am 25. Juli 2018 legte der Europäische Gerichtshof ein Urteil zur rechtlichen Einstufung von Organismen vor, die mit innovativen Verfahren wie dem "Genome Editing" verändert wurden. Nach seiner Ansicht müssen diese grundsätzlich als "gentechnisch verändert" betrachtet werden, und unterstehen so den strengen EU Zulassungs- und Kennzeichnungsvorschriften (Medienmitteilung EuGH). Diese bedenkliche, innovationsfeindliche Entscheidung könnte die Entwicklung moderner Züchtungsverfahren auch für eine nachhaltigere Landwirtschaft in der EU deutlich beeiträchtigen (scienceindustries Medienmitteilung).

Innovationsförderung in der Schweiz: Lancierung der Anlaufstelle "Contact Point Nano"

Eine neue Anlaufstelle für Start-ups, KMU und Industrie soll das in der Schweiz vorhandene wissenschaftliche und regulatorische Expertenwissen im Bereich der Nanotechnologie bündeln:

http://contactpointnano.ch/

Die Initiative zur nachhaltigen Innovationsförderung ist im Umfeld der Schweizer Nanoforschung und insbesondere des Nationalen Forschungsprogramms «Chancen und Risiken von Nanomaterialien» (NFP64) des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und des Aktionsplans Nanotechnologie entstanden und wird vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI), vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) und vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) unterstützt. scienceindustries wird als Mitglied des Beirats zur Ausrichtung der Aktivitäten der Anlaufstellen beitragen.

Ernährung & Gesundheit: Grösste Forschungsindustrie unterstützt innovative Start-ups

Die Schweiz ist Innovationsweltmeisterin. Damit das künftig so bleibt, spielen Start-ups eine wichtige Rolle. Deshalb engagiert sich scienceindustries, der Wirtschaftsverband Chemie Pharma Biotech, auch im Bereich Ernährung für innovative kleine Unternehmen.

mehr
Fact Sheet - Neue gentechnische Verfahren

Neue gentechnische Verfahren erweitern die Möglichkeiten sowohl in der Grundlagenforschung als auch für die Entwicklung verbesserter und konsumentenfreundlicherer Produkte durch die Biotech-Industrie. Bei ihrer Regulierung besteht Handlungsbedarf, da die Gesetzgebung mit dem wissenschaftlichen Fortschritt nicht Schritt gehalten hat.

mehr
Pflanzenschutzmittel: neue Broschüre unterstützt Anwender bei nachhaltige Anwendung

Pflanzenschutzmittel müssen gezielt angewendet werden, um Verluste in die Umwelt und den Eintrag in Gewässer so weit wie möglich zu vermeiden. Eine neue Broschüre unterstützt professionelle Anwender dabei, die Abdrift von Pflanzenschutzmitteln bei ihrer Ausbringung einzuschränken. Herausgeber ist die scienceindustries Gruppe Agrar.

mehr
BFI-Botschaft 2017-2020

Aktuell

scienceindustries ist befriedigt über die von den Eidg. Räten am 15.09.2016 beschlossene Erhöhung des Wachstums der BFI-Mittel für die Periode 2017-2020 auf durchschnittlich 2.5%. Mit der Schlussabstimmung vom 16.12.2016 ist die Vorlage durchberaten.

Hintergrund

scienceindustries fordert ein fest zugesichertes überdurchschnittliches Wachstum der BFI-Mittel für die gesamte Periode 2017-2020, das eine Stärkung des ETH-Bereichs in der Grundlagenforschung. Der ETH-Bereichs soll gegenüber den kantonalen Hochschulen bei  gesamtwirtschaftlich notwendigen Sparmassnahmen nicht benachteiligt werden.

Im Hinblick auf die Beratungen im SR fordern führende Wirtschaftsverbände (economiesuisse, scienceindustries, SGV und Swissmem) zusammen mit dem Netzwerk Future ein jährliches Wachstum der BFI-Mittel von 2.5% (ca. CHF 100 Mio./Jahr mehr als vom NR bewilligt). Diese Forderung sei finanzpolitisch möglich und forschungspolitisch nötig, um die Spitzenstellung der Schweiz in der BFI zu sichern. Die erforderliche Kompensation sei in erster Linie in der Entwickungszusammenarbeit zu suchen.

Am 15.09.2016 beschliessen die Eidg. Räte die geforderte Erhöhung der BFI-Mittel.

Bundesfinanzen: Stabilisierungsprogramm 2017-2019

In ihrer Stellungnahme zum Stabilisierungsprogramm 2017-2019 anerkennt scienceindustries die Notwendigkeit eines Stabilisierungsprogramms, verlangt aber, dass die Kürzung im Bereich BFI angesichts dessen immer wieder bestätigter Priorität innerhalb des Bundeshaushalts deutlich geringer als vorgesehen und nicht überproportional ausfällt. Überdies lehnt scienceindustries die Schliessung von Zollstellen ab.

Faktenblatt «Neue gentechnische Verfahren»

Neue gentechnische Verfahren erweitern die Möglichkeiten sowohl in der Grundlagenforschung als auch für die Entwicklung verbesserter und konsumentenfreundlicherer Produkte durch die Biotech-Industrie. Allerdings hat die Gesetzgebung hat auf diesem Gebiet mit dem wissenschaftlichen Fortschritt nicht Schritt gehalten. Um Innovationen nicht zu blockieren, sollten bestehende rechtliche Unschärfen möglichst rasch zielführend gelöst werden.

Das scienceindustries Faktenblatt «Neue gentechnische Verfahren» gibt einen Überblick zum Stand der Entwicklungen, und zeigt den Handlungsbedarf auf.

GVO: Koexistenz der Anbausysteme in der Landwirtschaft

scienceindustries unterstützt Rahmenbedingungen, welche den Einsatz neuer Technologien ermöglichen. Dazu gehören auch gesetzliche Regelungen, die nach Ablauf des gegenwärtigen Moratoriums ein Nebeneinander verschiedener Anbausysteme (einschliesslich moderner Biotech-Sorten) in der Landwirtschaft ermöglichen und für Landwirten und Konsumenten die Wahlfreiheit sicherstellen. Damit sollen Landwirte die Möglichkeit erhalten, selber über die für sie an besten geeignete Anbauform zu entscheiden.

Schweizerische Agentur für Innovationsförderung (SAFIG): Innosuisse

Die KTI soll ohne Veränderung ihrer Aufgaben von der Bundesverwaltung abgelöst und in eine öffentlich-rechtliche Anstalt umgewandelt werden. Sie soll ähnlich autonom handeln können wie der Schweizerische Nationalfonds. In ihrer Stellungnahme unterstützt scienceindustries die Überführung, allerdings verlangt sie, dass Auf­trag und Aufgaben der neuen Organisation klar fokussiert bleiben: die neue Organisation solle sich weiterhin auf die Förderung von „bottom-up“-Innovationsprojekten beschränken.

Neue themenorientierte Programme werden von scienceindustries klar ab­gelehnt und die vorgesehene Personenförderung wird kri­tisch beurteilt. Überdies hinterfragt scienceindust­ries die Notwendigkeit einer Namensänderung und will im Verwaltungsrat der neuen Organisation ange­messen vertreten sein.

Seite  von  4

scienceindustries auf Facebook