Wettbewerbsfähiger Produktions- und Unternehmensstandort Schweiz

scienceindustries will die Schweiz als wettbewerbsfähiger Produktions- und Unternehmensstandort stärken. Dafür benötigen die Mitgliedunternehmen von scienceindustries folgende Rahmenbedingungen:

  • Stabile Geld- und Währungspolitik
  • International attraktives Steuerumfeld
  • Weltweit wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die Produktion in den Bereichen Chemie, Pharma und Life Sciences
  • Effiziente Umweltpolitik, die Ziele vorgibt, die Zielerreichung aber der Industrie überlässt
  • Ausreichend verfügbare und preislich wettbewerbsfähige Produktionsfaktoren (z.B. Strom, Arbeitskräfte, Kommunikations- und Transportsysteme)
  • Freier Personenverkehr mit den EU-Ländern; für hochqualifizierte Spezialisten weltweit
  • Keine kostspieligen helvetischen Alleingänge

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Erstellt am 12.07.2016

Unternehmenssteuerreform III

scienceindustries begrüsst in ihrer Stellungnahme grundsätzlich die Vorlage zur Unternehmenssteuerreform III. Die bisherigen Spezialregimes müssen durch neue international kompatible Regelungen ersetzt werden. Als zentrale Ersatzmassnahme betrachtet scienceindustries die Einführung einer möglichst breiten Lizenzbox, die den international vorhandenen Spielraum voll ausschöpft. In Abstimmung dazu soll eine ergänzende direkte Förderung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten vorgesehen werden.

Die Lizenzbox muss umfangreicher ausgestaltet werden, als vom Bundesrat vorgeschlagen. Sie soll Schutzrechte umfassen wie Patente, ausschliessliche Patentlizenzen, ergänzende Schutzzertifikate, Erstanmelderschutz bei Arzneimitteln, Berichtschutz bei Pflanzenschutzmitteln, Sortenschutz für Pflanzenzüchtungen sowie zusätzliche immaterielle Güter, denen eine qualifizierte Forschungsanstrengung zugrunde liegt, die aber nicht zu einem Schutzrecht führen. Für solche Errungenschaften ist die Einführung eines speziell geschaffenen „Forschungszertifikats“ zu prüfen. Zudem sind auch im Ausland gewährte Schutzrechte zu erfassen, sofern die damit verbundenen Steuerungselemente bei der Schweizer Konzerneinheit angesiedelt sind (z.B. die Konzipierung, Finanzierung und Verantwortung über die Forschungsaktivität). Die Forschungsanstrengungen selbst sollen nicht zwingend vollständig in der Schweiz stattfinden müssen, zumal dies teilweise gar nicht möglich ist (z.B. Forschung an gentechnisch modifizierten Pflanzensorten).

Auf eine Gegenfinanzierung und die Einführung einer Kapitalgewinnsteuer ist zu verzichten.

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