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scienceindustries Switzerland
scienceindustries news - 26.07.2022

«Es braucht uns alle, um eine nächste Krise zu vermeiden – packen wir’s gemeinsam an!»

Die gesicherte Versorgung mit Gas und Strom ist für unsere energieintensiven Industrien Chemie Pharma Life Sciences zentral. Durch den Krieg in der Ukraine hat sich die Situation zugespitzt: Im kommenden Winter drohen Mangellagen. Umso wichtiger ist, dass jetzt die notwendigen Schritte ergriffen und die kurz- und langfristige Versorgung mit höchster Priorität adressiert werden – scienceindustries setzt sich mit Nachdruck dafür ein. Die möglichen Szenarien und konkrete Vorbereitungsmassnahmen diskutieren wir aktuell mit unseren Mitgliedern, unter anderem auch in einem Webinar. Zu dieser Thematik schreibt auch Werner Meier, Delegierter für wirtschaftliche Landesversorgung, einen Gastbeitrag.

Betreffend Reduktion der CO2-Emissionen leisten scienceindustries und seine Mitgliedsunternehmen einen signifikanten Beitrag. Einige unserer Mitglieder sind beim Klimaschutz-Projekt der ETH Zürich "DemoUpCARMA" engagiert, das mit einer Kombination mehrerer Technologien und Ansätze die CO2-Emissionen unserer Industrien längerfristig deutlich reduziert. Vorausschauendes und umsichtiges Handeln sind auch mit Blick auf Antibiotika angezeigt: Es gilt Resistenzen gemeinsam zu bekämpfen, damit wir bei bakteriellen Infektionskrankheiten bei Mensch und Tier in Zukunft weiterhin auf die Wirksamkeit von Antibiotika zählen können.

Fazit: Es braucht uns alle – packen wir’s gemeinsam an! Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Sommerpause.

Mit besten Grüssen
Stephan Mumenthaler, Direktor scienceindustries

     
. SCIENCEINDUSTRIES JUBILÄUM
Artikelreihe zum 140-Jahr-Jubiläum von scienceindustries



 
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. GASTBEITRAG WERNER MEIER, DELEGIERTER FÜR WIRTSCHAFTLICHE LANDESVERSORGUNG
«Die wirtschaftliche Landesversorgung will vorbeugen, nicht heilen»
 
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Gasmangellage bedroht Wirtschaft und Gesellschaft
 
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Höchste Relevanz: Stromversorgung zunehmend gefährdet
 
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Resistenzen eindämmen: Antibiotika-Monitoring in der Tiermedizin
 
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Auf dem Weg zum Netto-Null-Ziel: Pilotprojekt der ETHZ
 
Gasversorgung

Gasmangellage bedroht Wirtschaft und Gesellschaft


Eine Gasmangellage würde grosse wirtschaftliche und gesellschaftliche Schäden verursachen. Gemeinsam mit economiesuisse und Swissmem unterstützt scienceindustries die Bestrebungen des Bundes und der Gasbranche zur Sicherung der Gasversorgung.


Gas ist ein zentraler Energieträger für die Schweizer Wirtschaft und die Mitgliedsunternehmen von scienceindustries. Zugleich ist er ein Grundstoff für Produkte aus unseren Industrien, die teils lebensnotwendig sind. Für die Mehrheit der Firmen ist eine schwere Gasmangellage existenzbedrohend: Betriebsschliessungen und damit einhergehend allfällige Arbeitsplatzverluste wären die Konsequenz. Dies muss unbedingt verhindert werden. Daher liegt es nun an Wirtschaft wie Privathaushalten gleichermassen bereits heute Verbrauchsreduktionen einzuleiten.

Vor diesem Hintergrund begrüssen wir die geplante Energie-Sparkampagne des Bundes, die er in Kooperation mit der Wirtschaft umsetzen will. Damit tatsächlich ein namhafter Einsparungseffekt erzielt werden kann, muss diese möglichst rasch gestartet werden. Gemeinsam kann es uns gelingen, eine Gas-Rationierung zu vermeiden.
 
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Stromversorgung

Höchste Relevanz: Stromversorgung zunehmend gefährdet


Die Schaffung neuer Stromproduktionskapazitäten in der Schweiz muss mit höchster Priorität angegangen werden. Der Bundesrat muss seine Verantwortung zur Versorgungssicherheit wahrnehmen und die angekündigten Massnahmen zur Schaffung einer Wasserkraftreserve und den Bau von Reservekraftwerken umgehend umsetzen.


Der Ausbau von Stromkapazitäten in der Schweiz kommt nicht voran. Dies wäre aber zwingend notwendig, um aktuellen und künftigen Herausforderungen zu begegnen. Daher begrüsst scienceindustries die vom Bundesrat geplante rasche Einführung einer Wasserkraftreserve sowie den Bau von Reservekraftwerken. In der aktuellen Situation ist es wichtig, dass diese Kraftwerke ersatzweise statt mit Gas auch mit flüssigen Brennstoffen betrieben werden können.

Der Versorgung mit Strom und Gas muss höchste Priorität zukommen: Es ist zu hoffen, dass die ständerätliche Umwelt- und Energiekommission bei der Beratung von Stromversorgungs- und Energiegesetz die Versorgungssicherheit entsprechend priorisiert. Gemeinsam mit anderen Wirtschaftsverbänden hat scienceindustries bereits im vergangenen März Forderungen für eine sichere, nachhaltige und wirtschaftliche Stromversorgung gestellt.
 
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Antibiotikaresistenzen

Resistenzen eindämmen: Antibiotika-Monitoring in der Tiermedizin


Zur Bekämpfung bakterieller Infektionskrankheiten werden Antibiotika verschrieben. Durch zu häufige Verschreibung oder unsachgemässen Einsatz büssen Antibiotika jedoch an Wirkung ein. Das Informationssystem Antibiotika in der Veterinärmedizin IS ABV erbringt einen Beitrag im Kampf gegen die zunehmenden Antibiotikaresistenzen.


In der Schweiz wurde im Jahr 2015 die nationale Strategie Antibiotikaresistenzen (StAR) verabschiedet. Das IS ABV ist Bestandteil der StAR. Seit dem 1. Januar 2019 erfassen Tierärztinnen und Tierärzte ihre Antibiotikaverschreibungen im Informationssystem. Diese Datenbank ermöglicht es, den Einsatz von Antibiotika bei Heim- und Nutztieren zu verfolgen. Im Jahr 2022 wurde nun zum ersten Mal in zwei separaten Berichten aufgezeigt, wie Antibiotika in der Tiermedizin eingesetzt werden. Damit soll langfristig die Wirksamkeit von Antibiotika bei Mensch und Tier sichergestellt sowie zur Eindämmung von Resistenzen beigetragen werden.
 
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Klimaschutz

Auf dem Weg zum Netto-Null-Ziel: Pilotprojekt der ETHZ


scienceindustries beteiligt sich mit einigen ihrer Mitgliedsunternehmen an einem spannenden Pilot- und Demonstrationsprojekt der ETH Zürich: DemoUpCARMA vereint die Abscheidung, Verwendung, Transport und Lagerung von CO2.


scienceindustries spricht sich für einen proaktiven und effektiven Klimaschutz aus. Bei der Ausarbeitung des entsprechenden Positionspapiers im vergangenen Jahr haben wir festgestellt, dass längerfristig eine Kombination mehrerer Technologien und Ansätze die CO2-Emissionen unserer Industrien deutlich reduzieren wird. Bei schwer vermeidbaren Emissionen kommen die Abscheidung, Verwendung, Transport und Lagerung von CO2 in Frage.

Das Pilot- und Demonstrationsprojekt DemoUpCARMA der ETH Zürich, welches vom Bund sowie durch private Mittel finanziert wird, untersucht die technologische und wirtschaftliche Machbarkeit dieser CO2-Wertschöpfungskette und ermittelt das Potenzial eines CO2-Netzwerks, das Schweizer CO2-Quellen mit potenziellen CO2-Speicherorten verbindet.
 
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scienceindustries ist der Schweizer Wirtschaftsverband Chemie Pharma Life Sciences. Seine rund 250 Mitgliedfirmen erwirtschaften über 98% ihrer Umsätze im Ausland und tragen als grösste Exportindustrie 50% zu den Gesamtexporten und fast 40% an die privaten Forschungsaufwendungen der Schweiz bei.

Dr. Stephan Mumenthaler, Direktor
Pia Guggenbühl, Bereichsleiterin Public Affairs und Kommunikation
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