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Mehrheit spricht sich für Bilaterale III aus

Basel - Eine Mehrheit von 62 Prozent der Stimmberechtigten spricht sich für die Bilateralen III aus, nur 31 Prozent dagegen. Die Mehrheit will Zugang zum EU-Binnenmarkt und sieht das Paket von Abkommen als Wohlstandsmotor. Das zeigt eine Umfrage, die gfs.bern für Interpharma gemacht hat.

17.06.2026

(CONNECT) Die Schweizer Stimmberechtigten sprechen sich deutlich für das Paket von Abkommen mit der EU aus, über welches das Bundesparlament derzeit debattiert. Das zeigt laut einer Mitteilung eine Umfrage, die das Umfrageinstitut gfs.bern für Interpharma durchgeführt hat, den Verband der forschenden Pharmaunternehmen der Schweiz

Insgesamt wollen 62 Prozent der Befragten für die Abkommen stimmen, 3 Prozentpunkte mehr als im Juli 2025. Der Zuwachs geht allein auf das Konto derer, die bestimmt dafür stimmen wollen. Die Gruppe der Unentschlossenen ist auf 7 Prozent geschrumpft, vor einem Jahr 9 Prozent.

Die Zustimmung ist bei Wählenden der Grünen und der SP (je 86 Prozent) sowie den Grünliberalen (88 Prozent) am höchsten, bei Wählenden der Mitte (69 Prozent) und der FDP (71 Prozent) überdurchschnittlich. Bei der SVP wollen 30 Prozent zustimmen, 4 Prozent sind sich noch unsicher. Bei den Parteiungebundenen ist die Zustimmung mit 23 Prozent am geringsten und die Zahl der Unentschlossenen mit 30 Prozent am höchsten.

Die Bilateralen sind auch das bevorzugte Verhältnis zur EU. Nur 20 Prozent sprechen sich für einen Beitritt aus, für einen Alleingang ohne Bilaterale nur 17 Prozent. Ein Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum kommt auf 47 Prozent. Auch eine Kündigung der Bilateralen und einen Rückfall auf das Freihandelsabkommen findet nur 43 Prozent Zustimmung.

Für die Bilateralen III spricht aus Sicht der Befragten vor allem der Zugang zum EU-Markt (84 Prozent), gefolgt vom Abbau der Handelshemmnisse und dem Zugang zu Fachkräften aus dem Ausland. 74 Prozent sehen in den Bilateralen einen Wohlstandsmotor.

Gegen die Bilateralen III spricht für 78 Prozent, dass die EU ein bürokratischer Moloch (78 Prozent) ist und die heimischen Löhne unter Druck setzt (66 Prozent).

René Buholzer nennt die Ergebnisse ermutigend. „Mit den Bilateralen III bietet sich die Chance, diese Beziehungen weiterzuentwickeln und zukunftsfähig abzusichern“, wird der CEO von Interpharma in der Mitteilung zitiert. „Gerade in einem zunehmend kompetitiven und unsicheren geopolitischen Umfeld sind planbare Rahmenbedingungen entscheidend, damit die Schweiz ihre Stärke bei Innovation, Forschung und Produktion sichern kann.“ ce/ug


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