BRANCHENTICKER
Schweizer Biotech erreicht 2025 rekordhohen Umsatz
Zürich - Die Biotech-Branche hat 2025 einen Rekordumsatz von 7,5 Milliarden Franken verzeichnet. Ihr Anteil am Gesamtvolumen der Exporte stieg auf 53 Prozent, Immunologika erreichten einen Rekordanteil von 20 Prozent. Das geht aus dem Swiss Biotech Report 2026 hervor.
06.05.2026
(CONNECT) Der Swiss Biotech Report 2026 weist für das vergangene Jahr eine starke Entwicklung mit einigen Rekorden aus. So stieg der Umsatz von 7,2 Milliarden Franken im Jahr 2024 auf den neuen Höchstwert von 7,5 Milliarden Franken. Gedankt ist dies laut einer Mitteilung der Swiss Biotech Association, die den Report herausgibt, der gestiegenen Zahl von Firmen mit marktfähigen Produkten und einer stetig wachsenden Nachfrage nach spezialisierten Dienstleistungen von CDMO-Unternehmen, die Dienstleistungen für Entwicklung und Herstellung anbieten. Gleichzeitig sanken die Investitionen in Forschung und Entwicklung leicht auf 2,5 Milliarden Franken, gegenüber 2,6 Milliarden im Vorjahr.
Übers Jahr verzeichneten die Unternehmen um 2,1 Prozent auf den Rekordwert von 1,15 Milliarden Franken gestiegene Kapitalzuflüsse. Dabei verlagerte sich der Schwerpunkt deutlich auf Investitionen in privat finanzierte Unternehmen. Das entspricht einem Anstieg um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ihr Anteil am gesamten Finanzierungsvolumen stieg auf 45 Prozent, auch das ein Höchstwert.
Zu den grössten Finanzierungsrunden privater Unternehmen zählten Windward Bio (Basel) mit 186 Millionen Franken, GlycoEra (Wädenswil ZH) mit 194 Millionen, Orbis Medicines (Epalinges VD) mit 84 Millionen sowie Nuclidium mit 79 Millionen und Rhygaze mit 78 Millionen Franken, beide aus Basel. „Der Grossteil der Investitionen stammt weiterhin aus dem Ausland und wuchs in US-Dollar gerechnet im Jahresvergleich um 20 Prozent – ein beachtliches Ergebnis im aktuellen wirtschaftlichen und politischen Umfeld“, wird Michael Altorfer, CEO der Swiss Biotech Association, in der Mitteilung zitiert.
Das Basler Biotech-Unternehmen BioVersys hat bei seinem Börsengang 88 Millionen Franken eingenommen. Weitere börsenkotierte Firmen mit bedeutenden Folgefinanzierungen waren Moonlake (490 Millionen) und Oculis (274 Millionen), beide aus Zug, sowie Idorsia aus Allschwil BL mit 216 Millionen und ADC Therapeutics aus Epalinges VD mit 129 Millionen.
Die Zahl der Produktzulassungen in den USA und Europa nahm leicht ab. Dafür stieg sie in anderen wichtigen Märkten wie Kanada und China. Die Zahl der Beschäftigten in Schweizer Biotech-Unternehmen, die Forschung und Entwicklung betreiben, erreichte mit über 21’000 einen neuen Höchststand. ce/mm