Statement zum Blick Artikel «So kauft die Pharma-Industrie unsere Ärzte».
 

12.04.2019 - Gestern lancierten die Ringier Medien eine Datenbank über die seit 2015 offengelegten Kooperationsleistungen der Pharmaindustrie mit Fachpersonen und Fachorganisationen. Dabei titelte der Blick: «So kauft die Pharma-Industrie unsere Ärzte». Gegen diesen Vorwurf verwehrt sich scienceindustries im Namen ihrer Mitgliedfirmen dezidiert.

Richtig ist, dass Ärzte, Apotheker, Spitäler und weitere Forschungsinstitutionen für Ihre Kooperationsaufwendungen von der Industrie angemessen abgegolten werden. Denn für die Erforschung und Entwicklung neuer Behandlungen und Therapien ist der Austausch zwischen Pharmaunternehmen und den obengenannten Akteuren unverzichtbar. Nur im steten Erfahrungsaustausch können neue Therapien entwickelt und erprobt sowie bestehende verbessert werden. Daraus ergeben sich verschiedene Kooperationen, wie Forschungszusammenarbeiten, Referententätigkeiten an Kongressen, Mitwirkung in Beratungsgremien und mehr, welche nach strengen Massstäben geregelt sind und angemessenen vergütet werden.  

Diese Zusammenarbeit ist von grosser Bedeutung für den pharmazeutischen Fortschritt und damit im Sinne der Patienten. Mit dem Pharma-Kooperations-Kodex hält die Industrie hohe ethische Standards ein, ganz abgesehen davon, dass die Pharmaindustrie bereits zu den höchst regulierten Branchen zählt. Auch der Gesetzgeber lässt diese Kooperation zu und hat sie strengen Vorgaben unterstellt.

Um das öffentliche Vertrauen in diese Beziehungen zu fördern, legen rund 60 Pharmafirmen ihre Kooperationsabgeltungen seit 2015 jährlich auf freiwilliger Basis offen. So werden ihre Abgeltungen, die sie an Fachpersonen und -organisationen für deren Dienstleistungen entrichtet haben, transparent gemacht und interessierte Kreise erhalten die Möglichkeit, sich darüber ein Bild zu verschaffen. Die gestern lancierte Datenbank basiert denn auch auf diesen Daten. Umso mehr enttäuscht und irritiert die verzerrende Darstellung des Blicks, die zu Unrecht tausende von Personen unter einen Generalverdacht stellt.

Einzelfälle, in welchen gegen die Vorgaben der Pharmakodizes oder der Gesetze gehandelt wird, sind nie gänzlich auszuschliessen und diese werden mitunter strafrechtlich untersucht, was das richtige Vorgehen ist. Dass die Pharmafirmen aber wie von Blick suggeriert, systematisch Ärzte und andere Leistungserbringer «kaufen», diesen Vorwurf lassen wir nicht gelten.

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