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50 Jahre Cefic: Zeichen der europäischen Forschungszusammenarbeit

31.05.2022

Brüssel/Zürich, 31. Mai 2022. Gestern stellten in Brüssel 34 renommierte Chemieprofessoren und 21 junge europäische Forschende das berühmte Foto mit Marie Curie und Albert Einstein nach: Dieses markiert den 50. Jahrestag des europäischen chemischen Industrieverbands (Cefic) und unterstreicht die Bedeutung der europäischen Forschungszusammenarbeit, auch für scienceindustries als Cefic-Mitglied.

Gestern versammelten sich 34 europäische Spitzenprofessoren der Chemie, darunter zwei Nobelpreisträger, und 21 Doktoranden aus ganz Europa – mit starker Beteiligung der Schweiz – im Brüsseler Metropole Hotel, um das ikonische Foto nachzustellen, das 1927 während der Internationalen Solvay-Konferenz über Elektronen und Photonen aufgenommen wurde. Dieses weltberühmte Foto zeigt die Blütezeit der damaligen wissenschaftlichen Führung, darunter Marie Skłodowska-Curie und Albert Einstein. Das gestrige Treffen markiert den 50. Jahrestag des europäischen chemischen Industrieverbands (Cefic).

Gratulation an Cefic von scienceindustries

Der Direktor von scienceindustries, Dr. Stephan Mumenthaler sagt: "Dieses Ereignis markiert einen zentralen Grundstein in der Geschichte der Cefic. Wir gratulieren dem europäischen Dachverband der chemischen Industrie zum Jubiläum sowie zu dieser gelungenen symbolischen Nachstellung. Sie verdeutlicht die grosse Bedeutung der europäischen Forschungszusammenarbeit: Die Schweiz ist ein wichtiger Teil der europäischen Wissenschafts-Community und soll es auch bleiben, insbesondere mit der raschen erneuten Vollassoziierung an Horizon Europe."

25 Chief Executive Officers und Chief Technology Officers der führenden europäischen Chemieunternehmen nahmen an der gestrigen Veranstaltung ebenso teil wie Professoren und vielversprechende junge Wissenschaftler. Sie wollen die Allianz zwischen Wissenschaft und Wirtschaft stärken, um sicherzustellen, dass wissenschaftlicher Fortschritt und Innovation ihren Weg auf den Markt finden und einen Beitrag zur EU-Agenda des Green Deal leisten.

Chemische Industrie: Zweitgrösster Investor in Europa

Dr. Martin Brudermüller, Präsident des Cefic und CEO der BASF sagte: "Ich freue mich, heute von den weltbesten Chemikern und äusserst talentierten jungen Forschern aus ganz Europa umgeben zu sein. Die junge Generation wird die Zukunft der chemischen Innovation in Europa bestimmen und damit auch den Erfolg des Green Deal der EU. Innovation liegt uns im Blut: Die chemische Industrie der EU ist weltweit der zweitgrösste Investor in die chemische Forschung und Entwicklung mit mehr als 9 Milliarden Euro jährlich für die Forschung. Daher ist es für die Zukunft Europas enorm wichtig, mit der jetzigen und der nächsten Generation von Wissenschaftlern zusammenzuarbeiten."

Alena Budinská (Twitter: @budinskaal), Chemiestudentin aus der Schweiz, sagt: "Ich war schon immer fasziniert wie in der Natur all jene komplexen Moleküle erschaffen werden, aus denen das Leben, wie wir es kennen, aufgebaut ist. Als Doktorandin der organischen Chemie strebe ich danach, in meinem Labor ähnlich raffinierte Synthesen zu entwickeln. Diese Veranstaltung ist eine fantastische Gelegenheit, renommierte Vertreter aus Wissenschaft und Industrie zu treffen, um gemeinsam über aktuelle und zukünftige Herausforderungen in der Chemie zu diskutieren. Der fachliche Austausch wird es mir ermöglichen wertvolle Eindrücke aus anderen Bereichen zu sammeln und mich als Wissenschaftlerin weiter zu entwickeln."

Nobelpreisträger Ben L. Feringa: Fortschritte zu nachhaltigerer Welt

Professor Ben L. Feringa, Nobelpreisträger für Chemie 2016, sagt: "Ich freue mich, an dieser Initiative teilzunehmen, da es grossartig ist, die Industrie, die wissenschaftliche Gemeinschaft und die Studierenden zusammenzubringen. Die drei Gruppen müssen zusammenarbeiten, um die besten Lösungen für grosse Herausforderungen zu finden. Der Enthusiasmus und das Engagement der Studierenden erfüllt mich mit Stolz und gibt mir die Zuversicht, dass grosse Fortschritte auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Welt gemacht werden. Diese jungen Stars werden die Zukunft der Chemie mitgestalten und es macht ihnen Spass, an der Spitze der schaffenden Wissenschaft per excellence zu stehen!"

Über die Solvay-Konferenz 1927

Die Solvay-Konferenzen, die 1911 von dem belgischen Industriellen Ernest Solvay ins Leben gerufen wurden, galten als Wendepunkt in der Welt der Physik. Die Konferenzen fanden in Brüssel statt und widmeten sich herausragenden, offenen Problemen in der Physik und Chemie.  Die berühmteste Konferenz war die Fünfte Internationale Solvay-Konferenz über Elektronen und Photonen im Oktober 1927, auf der die bedeutendsten Physiker der Welt zusammenkamen, um die neu formulierte Quantentheorie zu diskutieren. Zu den führenden Persönlichkeiten gehörten Albert Einstein und Niels Bohr. 17 der 29 Teilnehmer waren oder wurden Nobelpreisträger, darunter Marie Curie, die als einzige von ihnen den Nobelpreis in zwei verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen erhalten hatte.

Über die Teilnehmer der Konferenz im Jahr 2022:
Liste der Professoren und Doktoranden


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