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Publikationen - Positionspapiere

Positionspapier zur Sicherheitspolitik

02.06.2026

Die Life-Sciences-Industrien haben eine sicherheitspolitische Relevanz für die Schweiz. Sie sichern Versorgung, Krisenresilienz und technologische Souveränität und sollten daher als strategisch relevanter Sektor anerkannt werden. scienceindustries fordert langfristig wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, eine standortpolitische Strategie zur Stärkung von Innovationskraft und Versorgungssicherheit sowie die enge Einbindung der Industrie in die Umsetzung sicherheitspolitischer Massnahmen. Eine kohärente Gesamtstrategie, die Sicherheits-, Standortpolitik und internationale Wettbewerbsfähigkeit verbindet sichert nachhaltig die Resilienz der Schweiz.

Das vorliegende Positionspapier von scienceindustries ordnet die sicherheitspolitische Relevanz der Life-Sciences-Industrien für die Schweiz ein. Ziel des Positionspapiers ist es, aufzuzeigen, weshalb Life Sciences nicht nur als wirtschaftlicher Erfolgsfaktor, sondern auch als sicherheitsrelevanter und resilientitätsstiftender Sektor zu verstehen sind. Vor dem Hintergrund einer verschärften geopolitischen Lage, zunehmender Protektionismustendenzen und wachsender Versorgungsrisiken plädiert scienceindustries für eine ganzheitliche Betrachtung von Sicherheits-, Versorgungs-, Standort- und Innovationspolitik.

Vor dem Hintergrund einer zunehmend komplexen und vernetzten Sicherheitslage ist eine strategische Weiterentwicklung der Schweizer Sicherheitspolitik erforderlich. Diese muss über klassische militärische Perspektiven hinausgehen und wirtschaftliche, technologische sowie gesellschaftliche Dimensionen systematisch einbeziehen. Insbesondere kommt den Life-Sciences-Industrien als innovationsgetriebenem und versorgungsrelevantem Sektor eine wachsende sicherheitspolitische Bedeutung zu. Um die Resilienz und Handlungsfähigkeit der Schweiz langfristig zu sichern, braucht es daher eine kohärente Gesamtstrategie, die Standortpolitik, internationale Wettbewerbsfähigkeit und die enge Zusammenarbeit zwischen Staat, Wirtschaft und Wissenschaft konsequent miteinander verknüpft.

  • Umfassende und kohärente Strategie: Sicherheitspolitik muss ganzheitlich gedacht werden und neben militärischen und geopolitischen auch wirtschaftliche, technologische und gesellschaftliche Dimensionen berücksichtigen. Dazu sind die koordinierte Einbindung von Wirtschaft, Wissenschaft sowie die Abstimmung mit der aussen- und wirtschaftspolitischen Agenda entscheidend. Angesichts aktueller Herausforderungen ist eine nationale Standortstrategie des Bundesrats erforderlich, die eine strategische Perspektive bietet – gerade in Bereich Life Sciences.
     
  • Strategische Verankerung von Life Sciences: Die Life-Sciences-Industrien sollten als sicherheitsrelevanter Sektor anerkannt werden, da Forschung, Entwicklung und Produktion in Pharma, Biotechnologie, Ernährung und Diagnostik wesentlich zur Resilienz, Krisenprävention und Krisenbewältigung beitragen. Die Sicherheitspolitik der Schweiz muss daher sowohl die Versorgung mit essenziellen Medikamenten als auch die Wettbewerbsfähigkeit innovationsintensiver Branchen als Teil der nationalen Resilienz verankern. Eine schnelle Entwicklung, Skalierung und Bereitstellung medizinischer Lösungen erfordert langfristig attraktive Rahmenbedingungen.
     
  • Standortpolitik: Die Fähigkeit, im Krisenfall schnell wirksame medizinische Lösungen bereitzustellen, erfordert langfristig attraktive Rahmenbedingungen. Daraus folgt die Notwendigkeit einer Standortpolitik, die Innovationskraft, Versorgungssicherheit, technologische Souveränität und internationale Wettbewerbsfähigkeit stärkt. Nur mit wettbewerbsfähigen regulatorischen und wirtschaftlichen Bedingungen kann die Schweiz ihre führende Rolle im Life-Sciences-Sektor sichern und dessen sicherheitspolitischen Mehrwert national wie international nachhaltig nutzen.
     
  • Einbindung der Wirtschaft: Gleichzeitig ist die frühzeitige und institutionalisierte Einbindung der Life-Sciences-Industrie in sicherheitspolitische Massnahmen entscheidend. Durch die Beteiligung von Industrievertreterinnen und -vertretern in relevanten Gremien können regulatorische, operative sowie innovations- und versorgungsbezogene Fragestellungen praxisnah adressiert werden. Eine enge Zusammenarbeit von Behörden, Wirtschaft und Wissenschaft erhöht so die Effektivität der Strategieumsetzung und stärkt die Gesamtresilienz des Standorts Schweiz.

Detailliertere Ausführungen können dem vollständigen Positionspapier sowie der Vernehmlassungsantwort zur Sicherheitspolitischen Strategie der Schweiz 2026 entnommen werden.


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