Pharma-Kooperations-Kodex (PKK)

 

 

Offenlegungspflicht ab 2016

Transparenz ist die Voraussetzung zur Vertrauensbildung gegenüber der Öffentlichkeit sowie den Patientinnen und Patienten. Deshalb will die pharmazeutische Industrie Europas inskünftig die geldwerten Zuwendungen zwischen der Pharmaindustrie und den Akteuren im Gesundheitswesen offenlegen.

Worum geht es?

  • Wozu haben sich die Unterzeichnerfirmen des PKK verpflichtet?

  • Welche Leistungen werden offengelegt?

  • Nur wenige geldwerte Leistungen sind von der Offenlegungspflicht ausgenommen.

  • Wie erfolgt die Offenlegung?

Am 24. Juni 2013 verabschiedete die European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations (EFPIA) ihren
neuen Offenlegungskodex (EFPIA Disclosure Code). Gestützt darauf erarbeitete scienceindustries als zuständiger Mitgliedverband von EFPIA in der Schweiz den Pharma-Kooperations-Kodex (PKK), der per Januar 2014 in Kraft getreten
ist. Die Partnerverbände Intergenerika, Interpharma und vips haben dem PKK ebenso zugestimmt.

Wozu haben sich die Unterzeichnerfirmen des PKK verpflichtet?
Ab 2016 legen die Unterzeichnerfirmen auf ihren Webseiten alljährlich und öffentlich zugänglich die geldwerten Leistungen offen, welche sie im Vorjahr (erstmals im 2015) Fachpersonen (v.a. Ärzten und Apothekern) sowie  Gesundheitsversorgungs-Organisationen (v.a. Spitälern und Forschungsinstituten) gewährt haben.

Welche Leistungen werden offengelegt?
Geldwerte Leistungen im Sinne des PKK sind direkt oder indirekt gewährte Abgeltungen im Zusammenhang mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln der Humanmedizin. Offengelegt werden Abgeltungen u.a. für Beratungs- und
Dienstleistungen, finanzielle Unterstützungen von Forschung und Entwicklung im Gesundheitsbereich sowie Kostenbeiträge für die Teilnahme von Fachpersonen an Veranstaltungen.

Nur wenige geldwerte Leistungen sind von der Offenlegungspflicht ausgenommen, wie:
• handelsübliche Abgeltungen für Fachpersonen bei der Bestellung und Lieferung von Arzneimitteln
• unentgeltliche Abgabe von Arzneimittelmustern an Fachpersonen im Rahmen behördlicher Empfehlungen
• Informations- und Ausbildungsmaterialien von bescheidenem Wert
• Bezahlung von Mahlzeiten (inkl. Getränke)

Wie erfolgt die Offenlegung?
Um eine weitgehende Transparenz zu erreichen, soll die Offenlegung individuell – d.h. unter persönlicher Nennung
der Empfänger – erfolgen. Dies bedingt die Einwilligung der betroffenen Personen oder Organisationen in die Offenlegung. Dazu müssen die Zusammenarbeitsverträge zwischen den Firmen und diesen Fachpersonen und -organisationen mit entsprechenden Einwilligungsklauseln ergänzt werden. Aus diesem Grund stehen die Firmen aktuell im Kontakt mit diesen Akteuren.

Weiterführende Informationen zum Thema:

Dokumente zum Download (PDF):

zurück zur Übersichtsseite Pharma-Kodex und Pharma-Kooperations-Kodex

scienceindustries auf Facebook