Wirtschaftsverband Chemie Pharma Life Sciences

Darum wollen wir keine Referenzpreise bei Medikamenten

Als Teil der Allianz gegen die Einführung von Referenzpreisen bei Medikamenten in der Schweiz setzen wir uns von scienceindustries gegen Billigstmedizin und für den Erhalt der Wahlfreiheit bei Medikamenten ein. Mit einem klaren „Nein zu Referenzpreisen“.

12.03.2020

Wir sagen NEIN, weil…

  • Generika sind schlicht nicht die Kostentreiber im Gesundheitswesen;
  • Dieses System keine spürbaren Prämiensenkungen indes weitere, mitunter beachtliche Kostenbeteiligungen der Patienten mit sich bringen wird;
  • Medikamente mehr als nur Wirkstoffe sind, sie zeichnen sich auch durch ihre Verabreichungsform aus;
  • Patienten durch (häufigen) Medikamentenwechsel verunsichert werden und oft unerwartete Nebenwirkungen auftreten;
  • Die Wahlfreiheit deshalb ein wichtiges Gut für Patienten und Patientinnen ist;
  • Die Versorgungssicherheit durch dieses System gefährdet wird, wie zahlreiche Beispiele aus anderen europäischen Ländern zeigen;
  • Anstrengungen der Antibiotikaresistenzstrategie in Frage gestellt sind, da der Medikamentenverbrauch erfahrungsgemäss nach Einführung eines Referenzsystems medizinisch nicht indiziert steigt.

Eine alleinige Fokussierung auf Eindämmung der Arzneimittelausgaben lässt keine Preisanpassungen an Änderungen der Herstellungskosten, der Herstellungs-, Regulierungsverfahren und/oder des Vertriebs (z.B. erhöhte Kosten für Inhaltsstoffe) zu, um im Notfall einen Arzneimittelengpass zu verhindern resp. zu überbrücken. Der bereits in den letzten Jahren ständig ausgeübte Druck auf die Medikamentenpreise führte dazu, dass Hersteller beschlossen, Produktionslinien zu verkleinern oder auszulagern. Der weltweite Wirkstoffmarkt wird zunehmend von wenigen Herstellern in Indien und China beherrscht. Das wirkt sich auch auf die Qualitätssicherung aus. Der Schweizer Markt ist aufgrund seiner mangelnden Grösse oft einer der ersten, der auch schon heute unter Lieferengpässen leidet. Mit dem Referenzpreissystem wird ein kurzfristiges Billigstprinzip verfolgt, welches viele Hersteller aus dem Schweizer Arzneimittelmarkt vertreiben und somit die Versorgungsengpässe noch mehr verschärfen wird.

Für weitere Informationen, Perspektiven und Meinungen besuchen Sie die Website: www.referenzpreise-nein.ch


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