Ziel und Strategie

scienceindustries unterstützt die Innovationsstrategie ihrer Mitgliedunternehmen, indem sie sich konsequent für international herausragende staatliche Rahmenbedingungen für wissenschaftsbasierte Unternehmen einsetzt. Die Spitzenposition der Schweiz als Standort für ihre Mitgliedunternehmen soll in den nächsten 20 Jahren konsequent ausgebaut werden. Dieses Ziel kann nur gemeinsam mit der schweizerischen Politik und den Behörden erreicht werden, welche die Rahmenbedingungen massgeblich gestalten.

Ziel und Strategie scienceindustries

scienceindustries setzt sich ein für:

  • eine innovationsfreundliche Schweiz. Mit vorbildlichen Initiativen wie SimplyScience.ch fördert sie die Akzeptanz von Wissenschaft und neuen Technologien in der Bevölkerung und hilft das Vertrauen in die wissenschaftsbasierte Industrien zu stärken.

  • wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für den Forschungs-, Produktions- und Unternehmensstandort Schweiz.

  • einen attraktiven Schweizer Markt als Plattform für die Weltmärkte.

  • den weltweiten Marktzugang schweizerischer Produkte und den verstärkten Schutz des Geistigen Eigentums in allen Ländern.

Folgende Handlungsschwerpunkte sind entscheidend:

Innovationsfreundliche Gesellschaft – Die Offenheit einer Gesellschaft und ihrer Wirtschaftsordnung gegenüber wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen ist die Basis für innovative Tätigkeit. Seit einigen Jahren fokussiert sich die öffentliche Diskussion über neue Technologien auf denkbare Restrisiken und vernachlässigt deren enormen Mehrwert und das Zukunftspotential. Diese Entwicklung droht den Wohlstand unserer Gesellschaft langfristig zu beeinträchtigen. Hier müssen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik gemeinsam eine neue Grundlage für einen sachlichen Umgang mit neuen Technologien legen. Dazu gehören auch Massnahmen zur Verbesserung des Verständnisses für Naturwissenschaft und Technik in der Gesellschaft, wie beispielsweise unsere Jugendwebsite SimplyScience. Andererseits dürfen Moratorien, wie jenes in der Pflanzenbiotechnologie, künftig nicht mehr zum Instrumentenkasten der Politik gehören.

Exzellente Aus- und Weiterbildung – Ohne Menschen gibt es keine Innovationen. Ihre Arbeit und ihre Leistungsbereitschaft sind wesentlich für den Erfolg. Die Schweiz muss die Aus- und Weiterbildung auf allen Stufen auf Exzellenz ausrichten und individuelle Leistungsbereitschaft fordern und fördern. Dazu müssen auf allen Schulstufen und in allen Kantonen einheitliche, hohe Bildungsstandards angewandt und der Ausbildung in Naturwissenschaften und Technik wieder mehr Gewicht eingeräumt werden. An den Hochschulen muss sich der Fokus der Schweiz verstärkt auf die Bildung international führender Centers of Excellence richten. Doppelspurigkeiten und Verzettelungen können wir uns nicht länger leisten. Die Schweiz wird auch künftig nicht in allen Bereichen genügend qualifizierte Fachkräfte ausbilden können. Die Zuwanderung von Führungs- und Fachkräften aus aller Welt, vor allem aber aus Europa, muss deshalb möglich bleiben.

Attraktiver Produktionsstandort Schweiz – Ohne Produktionsstätten bleiben Innovationen eine Illusion, weil diese schlicht nicht in Produkte umgesetzt werden könnten. Die Auswirkungen politischer Entscheide auf die Attraktivität des Produktionsstandorts Schweiz muss wieder vermehrt beachtet werden. Bei Umwelt- und Sicherheitsmassnahmen, wie z.B. beim CO2-Gesetz, darf deren Einfluss auf die weltweite Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandorts Schweiz in der Diskussion nicht einfach ausgeblendet werden. Langfristig muss auch die Versorgung mit Strom, der Schlüsselenergie für Chemie-Pharma, gesichert werden, selbst wenn es dazu neue Kernkraftanlagen brauchen wird.

Rasche Produktzulassung –Neue Produkte müssen rasch auf den Markt kommen, um ihren Nutzen entfalten zu können. Der Staat als Zulassungsbehörde kann dazu einen bedeutenden Beitrag leisten. Er muss seine Zulassungs- und Bewilligungsprozesse transparent und kostengünstig ausgestalten, um dadurch ein rasches und qualitativ hochstehendes Verfahren zu ermöglichen. Beispielsweise sollten Medikamente künftig bei Swissmedic ebenso rasch zugelassen werden wie bei der amerikanischen FDA oder der europäischen EMEA.

Weltweiter Marktzugang – Innovative Produkte sollen ihre Kunden auf der ganzen Welt finden. Die Zölle und anderer Handelshemmnisse im Chemie-Pharma-Bereich sollten möglichst rasch und weltweit abgebaut werden. Ein möglichst zügiger Abschluss der multilateralen WTO Doha- Runde ist die Massnahme erster Wahl. Da der Erfolg auf diesem Parkett ungewiss ist, sind parallel dazu Freihandelsverhandlungen mit den wichtigsten Handelspartnern, wie den BRIC-Staaten und den USA, aufzunehmen beziehungsweise abzuschliessen. Es ist dabei zentral, dass diese Abkommen auch den Schutz des Geistigen Eigentums verstärken.

Die Schweiz verfügt über eine weltweit führende Position als Standort der chemisch-pharmazeutischen Industrie. Damit diese konsequent genutzt und ausgebaut werden kann, muss auch die schweizerische Politik heute den richtigen Weg einschlagen. Die Politik darf sich nicht auf öffentlichkeitswirksame Massnahmen fokussieren, sondern muss insbesondere die Rahmenbedingungen für das unternehmerische Handeln der chemisch-pharmazeutischen Industrie gradlinig, kohärent und innovationsfreundlich ausgestalten. Kluge Krisenpolitik stärkt vorhandene Kompetenzen, setzt auf Zukunftstechnologien und steigert die Innovationsfähigkeit der Volkswirtschaft.

Die Statuten und der > Jahresbericht informieren Sie ausführlicher über unsere Ziele und die aktuelle Tätigkeit unserer Organisation.

scienceindustries auf Facebook