Wirtschaftsverband Chemie Pharma Life Sciences
Biodiversität sichern. Innovation stärken.

Innovation & Nachhaltigkeit

Biodiversität sichern. Innovation stärken.

02.06.2026

Was haben neue Medikamente, widerstandsfähige Lieferketten und nachhaltige Innovation gemeinsam? Sie alle sind auf funktionierende Ökosysteme und biologische Vielfalt angewiesen. Biodiversität ist damit längst nicht mehr nur ein Thema des Naturschutzes, sondern ein strategischer Faktor für Wirtschaft, Forschung und industrielle Wettbewerbsfähigkeit.

Mit dem neuen Positionspapier zeigt scienceindustries, weshalb Biodiversität zunehmend zu einem strategischen Thema für Unternehmen wird und welche Rahmenbedingungen notwendig sind, damit Nachhaltigkeit, Innovation und industrielle Wertschöpfung gemeinsam gestärkt werden können.

Biodiversität und Wirtschaft gehören zusammen

Der Verlust biologischer Vielfalt zählt weltweit zu den grössten langfristigen Risiken für Wirtschaft und Gesellschaft. Gleichzeitig wächst die Bedeutung innovativer Lösungen, die Ressourcen schonen, Kreisläufe schliessen und ökologische Belastungen reduzieren. Unternehmen der Chemie-, Pharma- und Life Sciences- Industrien treiben diese Entwicklung bereits heute aktiv voran, etwa mit neuen Materialien, biotechnologischen Verfahren, effizienteren Produktionsprozessen oder nachhaltigeren Lieferketten.

Das Positionspapier unterstreicht zudem die enge Verbindung zwischen Biodiversität und Klimaschutz. Gesunde Ökosysteme stabilisieren Wasserhaushalte, mindern Klimarisiken und stärken die Resilienz von Produktionssystemen. Gleichzeitig beeinflusst der Klimawandel Biodiversität, Rohstoffverfügbarkeit und Lieferketten direkt.

Wissenschaftsbasierte Lösungen statt zusätzlicher Komplexität

scienceindustries setzt sich für einen wissenschafts- und risikobasierten Ansatz beim Biodiversitätsschutz ein. Internationale Anschlussfähigkeit, praktikable Regulierung und verhältnismässige Anforderungen sind entscheidend, damit Unternehmen nachhaltig investieren und innovativ bleiben können. Gerade für KMU braucht es umsetzbare Vorgaben und praxistaugliche Instrumente.

Das Papier zeigt auch, dass Biodiversität nicht isoliert betrachtet werden kann. Zielkonflikte zwischen Naturschutz, Energieversorgung, Infrastrukturentwicklung oder Rohstoffgewinnung müssen frühzeitig erkannt und lösungsorientiert angegangen werden. Forschung, technologische Innovation und der Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft spielen dabei eine zentrale Rolle.

Unternehmen setzen bereits konkrete Massnahmen um

Viele Unternehmen integrieren Biodiversitätsaspekte bereits heute in ihre Nachhaltigkeitsstrategien, Risikobewertungen und Lieferketten. Dazu gehören unter anderem:

  • nachhaltige Beschaffung und Ressourceneffizienz,
  • biodiversitätsfördernde Massnahmen auf Firmenarealen,
  • innovative Verfahren in Forschung und Produktion,
  • Kreislaufwirtschafts- und Substitutionsansätze,
  • sowie Kooperationen entlang globaler Wertschöpfungsketten.

Das Positionspapier macht deutlich: Biodiversitätsschutz und industrielle Innovation stärken sich gegenseitig. Unternehmen, die naturbezogene Risiken frühzeitig steuern und gleichzeitig neue Lösungen entwickeln, stärken ihre Resilienz und sichern langfristig den Innovationsstandort Schweiz.

Positionspapier herunterladen

 


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