Wettbewerbsfähiger Produktions- und Unternehmensstandort Schweiz

scienceindustries will die Schweiz als wettbewerbsfähiger Produktions- und Unternehmensstandort stärken. Dafür benötigen die Mitgliedunternehmen von scienceindustries folgende Rahmenbedingungen:

  • Stabile Geld- und Währungspolitik
  • International attraktives Steuerumfeld
  • Weltweit wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die Produktion in den Bereichen Chemie, Pharma und Life Sciences
  • Effiziente Umweltpolitik, die Ziele vorgibt, die Zielerreichung aber der Industrie überlässt
  • Ausreichend verfügbare und preislich wettbewerbsfähige Produktionsfaktoren (z.B. Strom, Arbeitskräfte, Kommunikations- und Transportsysteme)
  • Freier Personenverkehr mit den EU-Ländern; für hochqualifizierte Spezialisten weltweit
  • Keine kostspieligen helvetischen Alleingänge

Haben Sie Fragen zu nachfolgenden Themen? So finden Sie unsere Experten hier.

 

Beiträge Produktions- und Unternehmensstandort Schweiz

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EU Chemikalienpolitik (2020 und früher)

Um den Marktzugang innerhalb der EU zu gewährleisten, müssen die Schweizer Unternehmen die REACH-Vorschriften genauso gut erfüllen wie die EU Mitbewerber. Eine nahtlose Information über die Entwicklungen auf diesem Gebiet ist dazu zwingend.

scienceindustries arbeitet aktiv in den CEFIC-Gremien mit und bringt die Anliegen ihrer Mitgliedunternehmen in die Diskussion ein. Weiter achtet scienceindustries bei der Umsetzung ins nationale Recht auf eine möglichst harmonisierte Schweizer Gesetzgebung.

Positionspapier "Das EU-Chemikalienrecht REACH und die chemisch-pharmazeutische Industrie in der Schweiz" zum Download.

Schweizer Chemikalienrecht - Chemikalienverordnung (SR 813.11)

scienceindustries begleitet die Weiterentwicklung des Schweizer Chemikalienrechtes, speziell der Chemikalienverordnung, eng.

Sie setzt sich dafür ein, regulatorische Vorgaben in der Schweiz mit den wichtigsten Liefer- und Absatzmärkten, speziell mit der EU, wo es sinnvoll ist, best möglich zu harmonisieren, und wo dies nicht sinnvoll ist, eigenständige, pragmatische Lösungsansätze zur Sicherstellung der Schutzziele bei gleichzeitiger Wahrung eines grösstmöglichen unternehmerischen Gestaltungsfreiraums zu entwickeln.

Zu diesem Zwecke arbeitet scienceindustries eng mit den relevanten Bundesämtern (Bundesamt für Gesundheit, BAG; Bundesamt für Umwelt, BAFU; Staatssekretariat für Wirtschaft, seco) aber auch mit den kantonalen Vollzugsstellen zusammen.

Öffentlichkeitsgesetz, BGÖ

Mit dem Öffentlichkeitsgesetz (BGÖ) wird die Transparenz der Verwaltung gefördert, indem grundsätzlich jeder Person das Recht zugestanden wird, Einsicht in Dokumente der Bundesbehörden zu nehmen. Das Recht auf Zugang zu amtlichen Dokumenten besteht, ohne dass besondere Interessen geltend gemacht werden müssen. Die Ausnahmen, die eine Beschränkung, einen Aufschub oder eine Verweigerung der Einsichtnahme ermöglichen, werden im Gesetz abschliessend aufgezählt. So bestehen z.B. überwiegende öffentliche Interessen dann, wenn die freie Meinungs- und Willensbildung einer Behörde durch eine vorzeitige Bekanntgabe amtlicher Dokumente beeinträchtigt würde oder wenn durch die Zugänglichkeit die innere oder äussere Sicherheit der Schweiz gefährdet würde. Überwiegende private Interessen liegen dann vor, wenn die Privatsphäre wesentlich beeinträchtigt bzw. ein Berufs-, Geschäfts- oder Fabrikationsgeheimnis offenbart würde.

Im Zusammenhang mit dem BGÖ ist für scienceindustries von Interesse, dass Unterlagen, die Mitgliedunternehmen beispielsweise mit dem Gesuch um Marktzulassung für eines ihrer Produkte (Arzneimittel, Pflanzenschutzmittel u.a.) einreichen, zu den Ausnahmen gezählt werden und damit das überwiegende private Interesse der Unternehmen gewahrt bleibt. Daher gilt es die Vollzugspraxis derjenigen Bundesbehörden, die über sensitive Unterlagen von Mitgliedunternehmen von scienceindustries verfügen (u.a. Swissmedic, das BAG oder das IGE), im Auge zu behalten.

Stellungnahme von scienceindustries zum neuen Gasversorgungsgesetz

scienceindustries begrüsst das neue Gasversorgungsgesetz grundsätzlich. Wir setzen uns für wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für den Forschungs-, Produktions- und Unternehmensstandort Schweiz ein. Der Erdgasverbrauch der chemisch- und pharmazeutischen Industrie macht fast die Hälfte unseres gesamten Energieverbrauchs aus. Das entspricht auch etwa 10% des totalen Erdgasverbrauches der Schweiz. Die Erdgasversorgung ist hiermit für Mitglieder von scienceindustries von höchster Relevanz. Mit der seitlängst notwendigen Schaffung eines Gasversorgungsgesetzes soll der Markt in einem geordneten legislatorischen Rahmen vollständig liberalisieren und die Versorgungssicherheit langfristig gewährleistet werden. In dieser Perspektive und Anbetracht künftigen Energieabkommen legen wir besonders Wert auf eine Harmonisierung mit der europäischen Gesetzgebung.

Hier finden Sie die eingereichte Fragebogen und Begleitschreiben.

Geld- und Währungspolitik der SNB

scienceindustries setzt sich für eine autonome und institutionell unabhängige Geldpolitik der SNB ein. Vorrangiges Ziel der Geld- und Währungspolitik muss der Erhalt der langfristigen Preisniveaustabilität sein. Konjunkturelle Schwankungen sind zu berücksichtigen. Die Schaffung eines Staatsfonds oder andere Einschränkungen der geldpolitischen Handlungsfreiheit der SNB lehnt scienceindustries ab.

Bei einem massiven «overshooting» des Frankens soll die SNB vorübergehend und in entschiedener Weise ein Wechselkursziels verfolgen. Das sich aufbauende Inflationspotential muss aber rechtzeitig wieder abgebaut werden.

Der SNB-Entscheid vom 15.01.2015, den Mindestkurs gegenüber dem Euro aufzugeben, hat unsere Industrie vor grosse Herausforderungen gestellt  (vgl. scienceindustries-Medienmitteilung). In ihrem Fact Sheet „Frankenstärke: Was zu tun ist“ fordert scienceindustries, dass die staatliche Wirtschaftspolitik auf Konjunkturprogramme und Subventionen verzichtet und sich auf mittel- bis langfristig wirkende Massnahmen fokus­sieren solle. Konkret hat scienceindustries ein dreiteiliges wirtschaftspolitisches Massnahmen Paket zur Verbesserung der Rahmenbedingun­gen und zur kostenseitigen Entlastung der Exportindustrie vorgeschlagen:

  1. Wiederherstellen der Planungssicherheit in strategischen Bereichen. Durch das Vorziehen strate­gisch wichti­ger Reformen sollen die Unternehmen eine höhere Planungssicherheit bezüglich strate­gisch wichtiger Rahmenbedingungen erhalten (wie z.B. Umsetzung von BV Art. 121a, Unternehmenssteuerreform).
     
  2. Regulierungsmoratorium. Auf anstehende kostenträchtige Regulierungsvorhaben soll entweder ganz verzichtet werden oder deren Umsetzung soll erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Be­vorstehende Erhöhungen der Regulationskosten sollen damit vermieden werden (wie z.B. Aktienrechtsreform, Energiestrategie).
     
  3. Smart Regulation. Bestehende, ineffiziente und kostenintensive Regulierungen sollen vereinfacht oder abgeschafft werden. Die Effizienz des Staates soll damit erhöht und die von den Unternehmen zu tragenden Regulationskosten verringert werden (wie z.B. MWSt-Einheitssatz, Zollverfahren, VOC-Abgabe).

Hier finden Sie das ganze Fact Sheet «Frankenstärke: Was zu tun ist» zum Download.

Ein Veränderung der gegenwärtigen Geld- und Währungspolitik der SNB ist aus Sicht von scienceindustries nicht angezeigt. Eine formelle Anbindung an den US-Dollar oder den Euro ist keine Option und würde die Glaubwürdigkeit der SNB beschädigen.

CHEManager 07/2019 - Mehr Pragmatismus, weniger Ideologie

Die Industrie Chemie Pharma Life Sciences exportierte 2018 für rund 104 Mrd. CHF Produkte in die ganze Welt. Somit ist sie die grösste Exportindustrie der Schweiz. Dieser Leistungsausweis ist nicht selbstverständlich, sondern hart erarbeitet. Als Wirtschaft stellen wir allerdings fest, dass diese unternehmerische Leistung von Politik und Gesellschaft immer mehr als "selbstverständlich" angesehen wird. Und dies ausgerechnet in einem politischen Umfeld, in dem die Anzahl der ungelösten globalen wie regionalen Fragen zu- und nicht etwa abnehmen.

Dr. Matthias Leuenberger, Präsident scienceindustries fordert daher mehr Pragmatismus, weniger Ideologie (pdf), um die Herausforderungen der Schweiz zu lösen.

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CHEManager 12/2019 - More Pragmatism, Less Ideology

Die Schweiz genießt weltweit als Pharma- und Chemiestandort einen hervorragenden Ruf. Neben dem Pharma-Cluster in Basel, sind Zürich, Aargau, die Zentralschweiz mit Zug und Luzern, das Wallis sowie das Bassin lémanique bedeutende Chemiestandorte der Schweiz. 

Matthias Leuenberger, Präsident scienceindustries setzt sich für die hohe Standortqualität in der Schweiz ein, damit dies weiterhin so bleibt. Gerade das Personenfreizügigkeitsabkommen als Teil der bilateralen Verträge, sichert den Unternehmen den Zugang zum internationalen Arbeitsmarkt.

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Biodiversitätsstrategie Schweiz

scienceindustries anerkennt die Bedeutung der Biodiversität sowohl als unverzichtbare Lebensvoraussetzung als auch als wichtige Grundlage wirtschaftlichen Handelns. scienceindustries begrüsst und unterstützt daher das nationale und internationale Engagement der Schweiz für die Erhaltung und Förderung der Biodiversität.

Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit gehen Hand in Hand - Holzheizkraftwerk der DSM in Sisseln/Eiken senkt CO2-Fussabdruck

Im April wurde das neue Holzheizkraftwerk beim DSM-Produktionsstandort in Sisseln/Eiken in Betrieb genommen. Jährlich werden so 50'000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart. Der Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist und reicht für die Versorgung von ca. 17‘500 lokalen Haushalten. Urs Keller, Leiter der Support Abteilung von DSM sagt im Interview, dass das Holzheizkraftwerk nicht nur eine Investition in die Nachhaltigkeit ist, sondern auch den Standort Sisseln/Eiken stärkt.

Weiteres Vorgehen bei der «Revision Stromversorgungsgesetz»

Der Bundesrat hat den Vernehmlassungsbericht zur Revision des Stromversorgungsgesetzes veröffentlicht. In einer Medienmitteilung kündigt er an, an der Strommarktöffnung grundsätzlich festzuhalten. Gleichzeitig sollen Investitionsanreize in einheimische erneuerbare Energien nochmals gestärkt werden, wozu auch das Energiegesetz noch angepasst werden soll.

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