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Wie im Fricktaler Life-Science-Park Impfstoff abgefüllt wird

Wie im Fricktaler Life-Science-Park Impfstoff abgefüllt wird

Die ganze Welt hofft, mittels breit angelegten Impfkampagnen die Corona-Pandemie möglichst bald zu beenden. Im Aargauer Fricktal, in Stein AG, füllt Novartis für einen Auftraggeber seit Kur­zem Impfstoff fixfertig in Injektionsfläschchen und leistet somit einen wertvollen Beitrag gegen Covid-19.

08.06.2021

Zwar besitzt Novartis selbst keine Impfstoffsparte mehr, verfügt jedoch über eines der grössten und viel­fältigsten Produktionsnetzwerke in der Branche. «Wir haben auf einer unserer Abfüll-Linien Platz für die Impfstoffproduktion geschaffen», sagt Joachim Momm, Werksleiter der Sterilproduktion am Standort Stein. «Zudem verfügen wir über das notwendige Know-how, das für die Herstellung von Impfstoffdosen gebraucht wird.»

Um einen Beitrag zu den weltweiten Engpässen in der Impfstoffproduktion leisten zu können, musste alles sehr schnell gehen: Was normalerweise eineinhalb Jahre dauert, geschah diesmal binnen weniger Monate. Joachim Momm, der bereits 2009 das erste Mal beruflich nach Stein kam, spricht aus Erfahrung, da er über Jahre die Abteilung «Manufacturing Science & Techno­logy» leitete, welche die Transfers und Neueinführungen steriler Medikamente von der Entwick­lung bis zur Markteinführung begleitet.

«Unsere Fertigungslinien bestehen aus einer Reihe von Maschinen, die die Fläschchen präzise befüllen, versiegeln, etikettieren und verpacken, um das Endprodukt herzustellen. Dafür haben wir einen Stab an Fachleuten, die umfassende Erfahrung mit dieser Arbeit für viele der injizier­baren Medikamente haben, die Novartis herstellt», so Joachim Momm. Und eben diese Erfah­rung von seinem Team ermöglicht Inno­vation in kürzester Zeit: «Das alles richtig und profes­sionell zu machen, braucht viel Erfahrung, Training und die richtige Ausrüstung.»

Neben der Impfstoffproduktion geht der normale Produktionsalltag weiter: Daher wurde in Stein der Pro­duktionsplan umgestellt mit dem Ziel, so schnell wie möglich viele Impfstoffdosen zur Verfügung zu stel­len. «Gleichzeitig müssen wir sicherstellen, dass wir unseren Patienten ihre Novartis Medikamente wei­ter­hin zur Verfügung stellen können», präzisiert Joachim Momm.

Besonders war diesmal die Zusammenarbeit mit einem Partnerunternehmen, das den Impfstoff in Beu­teln als sogenannten «Bulk» liefert. «Wir lernen in diesem Prozess ständig voneinander und passen uns sehr schnell an, wo notwendig», so Joachim Momm. «Auch wenn die Impfstoff­produktion inzwischen ge­startet hat, sind wir noch nicht am Ziel der Reise angelangt. Aber ein Teil dieses Unterfangens zu sein und zu sehen, wie die Leute dabei wachsen und sich weiter­ent­wickeln, ist sicher etwas, das ich mitneh­men werde.»

Innovation heisst in diesem Zusammenhang auch, flexibel und agil zu sein: «Diese Erfahrung hat unsere übliche Denkweise herausgefordert.» Man bleibe manchmal in einer gewohnten Routine verhaftet, aber es gebe verschiedene Wege, die eingeschlagen werden können, um ans Ziel zu kommen. Mit dem Enga­gement von Novartis Stein hofft Joachim Momm, einen Beitrag dafür zu leisten, dass unsere Gesell­schaft sich bald der Normalität Schritt für Schritt nähern werde.

Über Novartis in Stein

Novartis hat im Februar 2021 eine Vereinbarung mit Pfizer-BioNTech zur Bereitstellung von Produktions­kapazität für den COVID-19-Impfstoff in der Sterilproduktion in Stein unterzeichnet. Novartis wird zudem den Standort Stein zum hochmodernen Life-Science-Park Rheintal weiter­entwickeln und durch weitere Ansiedlung von Firmen aus dem Bereich Life Science erweitern.

 


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