Wettbewerbsfähiger Produktions- und Unternehmensstandort Schweiz

scienceindustries will die Schweiz als wettbewerbsfähiger Produktions- und Unternehmensstandort stärken. Dafür benötigen die Mitgliedunternehmen von scienceindustries folgende Rahmenbedingungen:

  • Stabile Geld- und Währungspolitik
  • International attraktives Steuerumfeld
  • Weltweit wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die Produktion in den Bereichen Chemie, Pharma und Life Sciences
  • Effiziente Umweltpolitik, die Ziele vorgibt, die Zielerreichung aber der Industrie überlässt
  • Ausreichend verfügbare und preislich wettbewerbsfähige Produktionsfaktoren (z.B. Strom, Arbeitskräfte, Kommunikations- und Transportsysteme)
  • Freier Personenverkehr mit den EU-Ländern; für hochqualifizierte Spezialisten weltweit
  • Keine kostspieligen helvetischen Alleingänge

Haben Sie Fragen zu nachfolgenden Themen? So finden Sie unsere Experten hier.

 

Beiträge Produktions- und Unternehmensstandort Schweiz

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EU Chemikalienpolitik (2015 und vorangegangene Jahre)

Um den Marktzugang innerhalb der EU zu gewährleisten, müssen die Schweizer Unternehmen die REACH-Vorschriften genauso gut erfüllen wie die EU Mitbewerber. Eine nahtlose Information über die Entwicklungen auf diesem Gebiet ist dazu zwingend.

scienceindustries arbeitet aktiv in den CEFIC-Gremien mit und bringt die Anliegen ihrer Mitgliedunternehmen in die Diskussion ein. Weiter achtet scienceindustries bei der Umsetzung ins nationale Recht auf eine möglichst harmonisierte Schweizer Gesetzgebung.

Positionspapier "Das EU-Chemikalienrecht REACH und die chemisch-pharmazeutische Industrie in der Schweiz" zum Download.

Neues Lebensmittelgesetz: Stellungnahme scienceindustries

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 16. Dezember das neue Schweizer Lebensmittelrecht verabschiedet. Dies tritt am 1. Mai 2017 in Kraft.

Zusammenfassung der wichtigsten Neuerungen:

  • Paradigmenwechsel. Bisher benötigten alle im Lebensmittelrecht nicht erwähnten Lebensmittel eine Bewilligung. Neu dürfen sie verkauft und gehandelt werden, sofern sie sicher sind und den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Mit diesem Wechsel will der Gesetzgeber die Innovation fördern: Neue Produkte sollen schneller auf den Markt kommen und administrative Hürden wegfallen. Zudem gleicht die Schweiz ihre Regelungen jenen der EU an, was Handelshemmnisse abbaut.
  • Mehr Detail in der Deklaration. Mit dem neuen Lebensmittelrecht sollen die Konsumentinnen und Konsumenten besser informiert werden. Bei vorverpackten Lebensmitteln zum Beispiel ist die Nährwerte anzugeben, bei Fleisch und Fisch die genaue Herkunft zu deklariert. Auch im Online-Handel müssen neu alle relevanten Informationen zur Verfügung stehen. Eine Zulassungspflicht sorgt bei neuartigen Lebensmitteln wie beispielsweise Proteinextrakten aus Insekten dafür, dass die Sicherheit gewährleistet ist.
  • Spezielle Vereinfachungen für kleine Unternehmen. Kleine Betriebe bis maximal neun Personen profitieren von Vereinfachungen bei der Selbstkontrolle, was ihren administrativen Aufwand reduziert. Weitere Ausnahmen für das Gewerbe verfolgen dieselbe Absicht. Die Kontrollfrequenzen bei meldepflichtigen oder bewilligungspflichtigen Betrieben werden schweizweit harmonisiert. Die Kontrollbehörden haben dabei die Möglichkeit, in besonders leichten Fällen bei einer Beanstandung auf eine Gebühr zu verzichten. Dies entlastet die Betriebe und erleichtert die Lösungssuche im Dialog.
  • Übergangsfrist von vier Jahren. Bei der Einführung der neuen Regelungen wird das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen die Branchen und die Kantone begleiten und unterstützen. Gesundheitsrelevante Bestimmungen treten per 1. Mai 2017 in Kraft. Für die Deklarationsvorschriften gilt eine Übergangsfrist von vier Jahren, um die Kosten für die Anpassungen von Verpackungsmaterial minimal zu halten.
scienceindustries-Mediengespräch «Aktionsplan Pflanzenschutz»

Aktuell läuft die Vernehmlassung zum «Aktionsplan Pflanzenschutz» (Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln). Die Gruppe Agrar von scienceindustries unterstützt sinnvolle und wirksame Massnahmen, welche eine nachhaltige und effiziente Produktion der Schweizer Landwirtschaft fördern.

An einem Mediengespräch am 19. Oktober 2016 in Bern erläuterte scienceindustries, warum der Aktionsplan erst eine Chance für die Schweizer Landwirtschaft darstellt, wenn die effektiven Risiken adressiert werden und dem Schutz der Anbaukulturen die angemessene Bedeutung gegeben wird.

Medienmitteilung Deutsch und Französisch

Faktenblatt «Aktionsplan Pflanzenschutzmittel: Wirksam schützen - die richtigen Massnahmen» Deutsch und Französisch

Präsentation (PowerPoint-Präsentation als PDF-Datei)

Weitere Informationen unter agrar.scienceindustries.ch und auf der Webseite der Initiative pflanzenschützer.ch

Unternehmenssteuerreform III

scienceindustries begrüsst in ihrer Stellungnahme grundsätzlich die Vorlage zur Unternehmenssteuerreform III. Die bisherigen Spezialregimes müssen durch neue international kompatible Regelungen ersetzt werden. Als zentrale Ersatzmassnahme betrachtet scienceindustries die Einführung einer möglichst breiten Lizenzbox, die den international vorhandenen Spielraum voll ausschöpft. In Abstimmung dazu soll eine ergänzende direkte Förderung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten vorgesehen werden.

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Botschaft über ein Klima- und Energielenkungssystem: Ohne ausreichende politische Legitimation darf kein Energielenkungssystem eingeführt werden

scienceindustries lehnt einen Verfassungsartikel für ein Klima- und Energielenkungssystem ab. Ohne ausreichende politische Legitimation für die anzustrebenden Energieziele darf kein Energielenkungssystem eingeführt werden, auch wenn dadurch die Ziele volkswirtschaftlich effizienter erreichen würden.

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Anhörung zum Agrarpaket Herbst 2015: Stellungnahme scienceindustries

Die Mitgliedunternehmen von scienceindustries, die im Bereich landwirtschaftliche Produktion tätig sind, bieten hauptsächlich innovative Lösungen für den Agrarbedarf an, sowohl im Pflanzenschutz als auch im Saatgut. Aus diesem Grund verzichtet scienceindustries auf eine vollständige Stellungnahme zum Agrarpaket Herbst 2015 und nimmt bewusst nur zu den spezifischen Ausführungsbestimmungen Stellung, die sich direkt auf Pflanzenschutzmittel beziehen (Pflanzenschutzmittelverordnung, PSMV 916.161).

Verfahren der vergleichenden Bewertung (Comparative Assessment)

Moderne Pflanzenschutzmittel gehören zu den am besten untersuchten Substanzen. Die Zulassung eines Pflanzenschutzmittels erfolgt in der Schweiz in aufwändigen Verfahren, die den Schutz der Nutzpflanzen, aber auch der Anwender, Konsumenten wie der Umwelt gewährleisten sollen. Die regulatorischen Anforderungen an die Zulassung steigen von Jahr zu Jahr. scienceindustries begrüsst den stetigen Einbezug neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse im Rahmen von Neu- wie Wiederzulassungs- verfahren, steht aber dem Verfahren der vergleichenden Bewertung (Comparative Assessment) kritisch gegenüber und beurteilt dieses als nicht zielführend. Mit der Einführung der vergleichenden Bewertung wird das Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel noch viel aufwändiger - für die Firmen wie für die Behörden.

Weitere Änderungen

Die Vereinfachung der Verfahren für Versuche mit nicht bewilligten Pflanzenschutzmitteln wird von scienceindustries begrüsst. Zur Streichung des SECO als Beurteilungsstelle für die Einstufung und Kennzeichnung von Pflanzenschutzmitteln sowie zur Aufnahme von Wirkstoffen in den Anhang 10 haben wir nichts hinzuzufügen.

Ebenfalls formuliert scienceindustries einen spezifischen Antrag zur Thematik des Parallelhandels von Pflanzenschutzmitteln. Dadurch könnten Sicherheit, Qualität und Rückverfolgbarkeit der in der Schweiz angewendeten Pflanzenschutzmittel bedeutend gesteigert werden.

Mehr Information:

Schutz der Amphibien und die Rolle von Pflanzenschutzmitteln

Der Pflanzenschutzindustrie ist eine verantwortungsvolle und nachhaltige Anwendung von Pflanzenschutzmitteln wichtig. Deshalb wirkt sie beim Schutz der Amphibien aktiv mit, um das komplexe Zusammenspiel der verschiedenen Bedrohungen besser zu verstehen und mit geeigneten Massnahmen wirkungsvoll dagegen beizutragen.

Laut der International Union for Conservation of Nature (IUCN) ist der Habitat-Verlust mit Abstand die wichtigste Bedrohung für Amphibien. Vier Mal mehr Arten sind durch den Verlust ihres Lebensraumes bedroht, als dass sie durch die Verschmutzung ihres Lebensraumes in Gefahr sind. Es gibt Hinweise dafür, dass Pflanzenschutzmittel schädlich gegenüber Amphibien sein können. Allerdings ist noch unklar, ob und wie sich dies in der Praxis auswirken könnte. Noch unklarer ist die Frage, wie relevant solche potenziellen Wirkungen im Gesamtzusammenhang der Amphibiengefährdung sind und was die effektivsten Risikoreduktionsmassnahmen sind, um Amphibienpopulationen wirkungsvoll zu schützen.

Industrie nimmt Verantwortung wahr

Die Schweizer Pflanzenschutzindustrie engagiert sich seit Jahrzehnten in der Forschung und Entwicklung von noch besseren und umweltschonenderen Produkten. So unterstützt sie die Forschung auf diesem Gebiet sowie die Entwicklung einer Risikoabschätzung von Pflanzenschutzmittel gegenüber terrestrischen Lebensstadien von Amphibien. Die Entwicklungen stehen allerdings noch am Anfang.

Moderner Pflanzenschutz ist sicher

Pflanzenschutzmittel sind aus einer produktiven Landwirtschaft nicht wegzudenken. Dank Pflanzenschutzmitteln ist es möglich, auf der zur Verfügung stehenden landwirtschaftlichen Fläche Lebensmittel in der benötigten Qualität und Menge zu erzeugen. Jede Art von Landwirtschaft – konventionelle wie biologische – ist auf Pflanzenschutzmittel angewiesen.

Pflanzenschutzmittel gehören heute zu den am besten erforschten Substanzen. Um die Risiken bei der Anwendung zu minimieren, müssen Pflanzenschutzmittel sehr strenge gesetzliche Anforderungen erfüllen. Darüber hinaus wurden durch die Industrie zahlreiche freiwillige Massnahmen zur Risikominimierung und nachhaltigen Anwendung umgesetzt.

Am 21. Mai 2014 hat sich der Bundesrat für einen Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ausgesprochen. Die Pflanzenschutzindustrie unterstützt diesen Entscheid und wird sich weiterhin aktiv an der Ausarbeitung des Aktionsplans und deren Umsetzung beteiligen.

Medienmitteilung (17.06.2015): «Schutz der Amphibien: Pflanzenschutzindustrie unterstützt Massnahmen, um dem komplexen Zusammenspiel der Bedrohungen wirksam zu begegnen»

Konferenz: Brennpunkt Nahrung (Luzern, 28. Oktober 2015)

Die Konferenz Brennpunkt Nahrung (Luzern, 28. Oktober 2015) bildet eine Plattform für hochrangige Fachkreise. Sie bietet hochkarätige Beiträge zu nationalen und internationalen Themen und greift Perspektiven und Trends auf. Die Schweizer Agrar- und Ernährungswirtschaft im Jahr 2025 bildet den Schwerpunkt des Events 2015.

scienceindustries unterstützt das Event und ist in Conference Board vertretet. Zusammen mit der Stiftung für Konsumentenschutz SKS organisiert der Verband ein Fachgespräch «Konsument», welches sich die Frage «Gesunde Ernährung: High-Tech oder natürlich?» widmet.

EZV: Zukunft des Zolles - Vereinfachung der Zollveranlagungsprozesse

Der Bundesrat hat den Auftrag erteilt, Vereinfachungen von Regulierungen in der gesamten Bundesverwaltung anzustreben. Im Bereich des Zolles sollen daher die Zollverfahrenskosten sowie die Kosten der nicht-zollrechtlichen Erlasse erhoben werden. Die OZD hat den Auftrag erhalten, Vereinfachungen vorzuschlagen und deren Auswirkungen aufzuzeigen. Deshalb sollen Verfahrensoptimierungen unter Respektierung der Aufgaben unter Einbezug der Wirtschaft erarbeitet werden.

scienceindustries arbeitet in diversen Arbeitsgruppen der Zollverwaltung mit, um optimale Rahmenbedingungen für die Mitgliedunternehmen sicherzustellen und damit die Wettbewerbsfähigkeit für den Innovations- und Produktionsstandort Schweiz zu optimieren.

Vernehmlassung Umsetzung Masseneinwanderungsinitiative: Starre Umsetzung gefährdet den Wirtschaftsstandort Schweiz

Heute hat der Bundesrat seinen Vorschlag zur Umsetzung des Verfassungsartikels zur Masseneinwanderungsinitiative (MEI) in die Vernehmlassung geschickt. Dass der Bundesrat an einer starren Umsetzung der MEI festhalten will und den möglichen Spielraum nicht voll ausgeschöpft, ist unverständlich. Aus Sicht von scienceindustries wird der Bundesrat dem Verfassungsauftrag, die gesamtwirtschaftlichen Interessen der Schweiz zu berücksichtigen, nicht gerecht.

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