Wettbewerbsfähiger Produktions- und Unternehmensstandort Schweiz

scienceindustries will die Schweiz als wettbewerbsfähiger Produktions- und Unternehmensstandort stärken. Dafür benötigen die Mitgliedunternehmen von scienceindustries folgende Rahmenbedingungen:

  • Stabile Geld- und Währungspolitik
  • International attraktives Steuerumfeld
  • Weltweit wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die Produktion in den Bereichen Chemie, Pharma und Life Sciences
  • Effiziente Umweltpolitik, die Ziele vorgibt, die Zielerreichung aber der Industrie überlässt
  • Ausreichend verfügbare und preislich wettbewerbsfähige Produktionsfaktoren (z.B. Strom, Arbeitskräfte, Kommunikations- und Transportsysteme)
  • Freier Personenverkehr mit den EU-Ländern; für hochqualifizierte Spezialisten weltweit
  • Keine kostspieligen helvetischen Alleingänge

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Beiträge Produktions- und Unternehmensstandort Schweiz

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Schweizer Biotechnologie: Investitionen auf Rekordniveau

Basel, 7. Mai 2019 – Die Schweizer Biotechindustrie bleibt erfolgreich und konnte ihre Umsätze, Exporte und Forschungsinvestitionen 2018 erneut steigern. Damit legt sie die Basis für weiteres Wachstum und eine zukunftsgerichtete Entwicklung. Mit einem sprunghaften Anstieg beeindrucken insbesondere die Kapitalinvestitionen in börsenkotierte Biotechfirmen. Das geht aus dem heute vorgestellten Swiss Biotech Report 2019 hervor. Dieser beleuchtet die wichtigsten Trends, Innovationsfaktoren und Innovationsquellen und fasst Themen und Fakten zur Entwicklung der Schweizer Biotechindustrie zusammen.

Die Schweizer Biotechindustrie blickt erneut auf ein Rekordjahr zurück. Die Branchenumsätze konnten im Vergleich zu 2017 um 6 Prozent auf 4 Milliarden Franken gesteigert werden. Die Beschäftigtenzahl der 249 Biotechunternehmen und 63 Zulieferfirmen ist um rund 4 Prozent auf über 14‘300 gestiegen. Die Kapitalinvestitionen in börsenkotierte Biotechunternehmen erlebten einen regelrechten Boom.

Die Grundlage für dieses eindrückliche und seit Jahren anhaltende Wachstum legt die Branche mit Investitionen in Forschung und Entwicklung, die seit Jahren ansteigen und die sich von 2017 auf 2018 um weitere 32 Prozent erhöht haben. Damit investierten die Schweizer Biotechfirmen auch 2018 den grössten Teil der durch Gewinne und Finanzierungstransaktionen verfügbaren Mittel in Forschung und Entwicklung.

Mit seinem diesjährigen Fokus «Wandel gestalten» zeichnet der am 7. Mai 2019 publizierte Swiss Biotech Report 2019, an dem auch scienceindustries mitgearbeitet hat,  diese Erfolgsgeschichte nach und untermauert seine Aussagen mit umfassendem Zahlenmaterial. Damit liefert er den Beleg dafür, dass die Schweizer Biotechbranche für die globalen Herausforderungen bestens gewappnet ist.  Der Bericht ist digital unter www.swissbiotechreport.ch erhältlich.

Öffentlichkeitsgesetz, BGÖ

Mit dem Öffentlichkeitsgesetz (BGÖ) wird die Transparenz der Verwaltung gefördert, indem grundsätzlich jeder Person das Recht zugestanden wird, Einsicht in Dokumente der Bundesbehörden zu nehmen. Das Recht auf Zugang zu amtlichen Dokumenten besteht, ohne dass besondere Interessen geltend gemacht werden müssen. Die Ausnahmen, die eine Beschränkung, einen Aufschub oder eine Verweigerung der Einsichtnahme ermöglichen, werden im Gesetz abschliessend aufgezählt. So bestehen z.B. überwiegende öffentliche Interessen dann, wenn die freie Meinungs- und Willensbildung einer Behörde durch eine vorzeitige Bekanntgabe amtlicher Dokumente beeinträchtigt würde oder wenn durch die Zugänglichkeit die innere oder äussere Sicherheit der Schweiz gefährdet würde. Überwiegende private Interessen liegen dann vor, wenn die Privatsphäre wesentlich beeinträchtigt bzw. ein Berufs-, Geschäfts- oder Fabrikationsgeheimnis offenbart würde.

Im Zusammenhang mit dem BGÖ ist für scienceindustries von Interesse, dass Unterlagen, die Mitgliedunternehmen beispielsweise mit dem Gesuch um Marktzulassung für eines ihrer Produkte (Arzneimittel, Pflanzenschutzmittel u.a.) einreichen, zu den Ausnahmen gezählt werden und damit das überwiegende private Interesse der Unternehmen gewahrt bleibt. Daher gilt es die Vollzugspraxis derjenigen Bundesbehörden, die über sensitive Unterlagen von Mitgliedunternehmen von scienceindustries verfügen (u.a. Swissmedic, das BAG oder das IGE), im Auge zu behalten.

BAFU-Magazin «die umwelt» 4/2018 - Von Chemie umgeben
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Vollgeld-Initiative

scienceindustries lehnt die Vollgeldinitiative (Initiativtext,  Erläuterungen) ab. Wären die Vorteile des Vollgeldsystems wirklich derart offensichtlich, müsste es schon längst umgesetzt worden sein. Tatsächlich existiert es weltweit in keinem einzigen Industrieland. Folgende Gründe sprechen gegen einen radikalen Umbau des Bank- und Finanzsystems:

  • Unser heutiges Zahlungssystem basiert auf Sichteinlagen bei den Banken und bildet einen wichtigen Teil der Infrastruktur der Volkswirtschaft. Die von der Wirtschaft benötigte Geldmenge passt sich durch die Buchgeldschöpfung der Banken automatisch den Bedürfnissen an. Ohne Buchgeldschöpfung durch die Banken müsste die Steuerung der Geldmenge vollständig von der SNB übernommen werden.
     
  • Die Unterstellung der Initianten, die SNB könne die Geldpolitik in völliger Objektivität und abgeschirmt von jeglichem politischen Einfluss optimal festlegen, ist unrealistisch. Die Politik könnte der Verlockung, durch Geldschöpfung zusätzliche Staatseinnahmen zu generieren, kaum widerstehen. Ein mögliches Marktversagen wird durch ein wahrscheinliches Politikversagen ersetzt.
     
  • Um die Preisniveaustabilität zu gewährleisten, müssten alle Anpassungen am Geldangebot durch die SNB vorgenommen werden, was raschere und drastischere geldpolitische Eingriffe als heute erfordern würde. Kurzfristige Schwankungen der Geldnachfrage könnten nicht mehr automatisch durch das Bankensystem aufgefangen werden.
     
  • Die Stabilität des monetären Systems lässt sich auch ohne risikobehafeten Umbau der Finanzarchitektur erreichen, nämlich durch die schrittweise Erhöhung de Eigenkapitalquoten, eine kluge Regulierungs- und Aufsichtspolitik sowie ein effizientes Sanierungs- und Abwicklungsregime für Banken.
     
  • Sofern den Banken die Fähigkeit der Buchgeldschöpfung entzogen werden soll, könnte dies technisch auch durch eine Mindestreservepflicht von 100% erreicht werden.
EuropaBio Report: die industrielle Biotechnologie und UN Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs)

Die industrielle (oder "weisse") Biotechnologie ist ein zentraler Innovations-Träger, und ermöglicht eine nachhaltigere und wettbewerbsfähigere Wirtschaft. Sie verwendet Enzyme und Mikroorganismen, um bio-basierte Produkte in ganz unterschiedlichen Sektoren zu erzeugen: Chemie,  Kunststoffe, Schmier- und Treibstoffe, Lebens-und Futtermittelindustrie, Waschmittel, Papier, Textilien und Bioenergie.

Zusammen mit anderen bahnbrechenden Technologien wird die Industrielle Biotechnologie  einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, um die  UN Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu erreichen. Das zeigt ein am 1. Juni veröffentlichter Bericht des europäischen Biotechnologie-Dachverbands EuropaBio (ReportMedienmitteilung).

CESIO Schweiz - Mitglied von CESIO Surfactants Europe

CESIO Schweiz ist die Schweizer Gruppe der Tenside-Hersteller der Mitglieder von scienceindustries und ihrerseits Verbandsmitglied des europäischen Verbandes der Tensidehersteller CESIO SURFACTANTS EUROPE.

Informationen zu CESIO SURFACTANTS EUROPE finden Sie über diesen Link.

CESIO Schweiz zählt zur Zeit drei Mitgliedsunternehmen und trifft sich, unterstützt von der Geschäftsstelle von scienceindustries regelmässig zum Informationsaustausch über Änderungen in den Bereichen:

  • relevante Normierungen
  • Chemikalienrecht (Schweiz, EU, International)
  • Testmethoden
  • sowie weitere Aktualitäten von Interesse

Für weitere Informationen zu Aktivitäten der Gruppe CESIO Schweiz kontaktieren Sie bitte die Geschäftsstelle von scienceindustries über diesen email-Link.


CESIO Switzerland is the Swiss group of surfactant manufacturers of the members of scienceindustries and, for its part, a member of the European association of surfactant manufacturers CESIO SURFACTANTS EUROPE.

Information about CESIO SURFACTANTS EUROPE can be found via this link.

CESIO Switzerland currently counts three member companies and, supported by the business unit of scienceindustries, regularly exchanges information on changes in the areas of:

  • relevant standardization
  • Chemical Law (Switzerland, EU, International)
  • test methods
  • as well as other news items of interest

For further information about activities of the CESIO Switzerland Group please contact the office of scienceindustries via this email-Link.

Strommarktdesign

Nach dem deutlichen Ja des Souveräns zur Energiestrategie 2050 im Mai 2017 muss die Politik die noch ungelösten energie- und klimapolitischen Heraus­forderungen (u.a. Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit, CO2-Emissionen) künftig ohne brauchbares Konzept angehen.

Gleichzeitig zeigt sich, dass es ein aktives Interesse der Strombranche gibt, weitere finanzielle Entlastungen für sich zu erreichen. Die Suche nach diesen längerfristigen Unterstützungsmöglichkeiten fliegt neu unter dem neuen Label "Strommarktdesign". Das Bundesamt für Energie (BFE) arbeitet be­reits seit einiger Zeit an "Marktmodellen" und will diese Aktivitäten in die Revision des Stromversor­gungsgesetzes einbinden, die bis Ende 2022 abgeschlossen sein soll.

scienceindustries fordert die unterbruchlose Stromversorgung zu international wettbewerbsfähigen Preisen. Die Versorgung mit inländischer und ausländischer Energie ist dabei marktwirtschaftlich zu organisieren. Die vollständige Marktöffnung und der vertraglich abgesicherte Zugang zum europäischen Markt sind dazu von zentraler Bedeutung. Neue staatliche Markteingriffe sind nur zur Korrektur eines nachgewiesenen Marktversagens oder als «Nationale Security»-Auflage denkbar. Die dazu erforderlichen Nachweise konnten bislang nicht erbracht werden.

Aktionsplan zur Risikominimierung und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln

Am 6. September 2017 verabschiedete der Bundesrat den «Aktionsplan zur Risikominimierung und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln». Die Pflanzenschutzindustrie unterstützt sinnvolle Massnahmen, die sich an die effektiven Risiken orientieren und stellt Forderungen zur Ergänzung und Vervollständigung des nationalen Aktionsplans.

Der seitens des Bundesrates vorgelegte nationale Aktionsplan Pflanzenschutz enthält aus Sicht der Industrie neben sinnvollen Massnahmen auch solche, die zu überprüfen oder abzulehnen sind. Für die Pflanzenschutzindustrie müssen sämtliche Massnahmen risikobasiert sowie verhältnismässig sein und für die lokale Produktion von Nahrungsmitteln unterstützend wirken. Zudem ist wichtig, dass sich der Aktionsplan an internationalen Standards orientiert, so etwa bei der Risikobeurteilung oder der Beurteilung einer Belastung der Schweizer Gewässer.

Die Schweizer Agrarindustrie kritisiert, dass der gesamte Aktionsplan den Nutzen des Pflanzenschutzes nicht genügend berücksichtigt. Der Plan müsste darlegen, wie regulatorische Rahmenbedingungen zu gestalten sind, um die notwendige Wirkstoffvielfalt für unsere Landwirtschaft zu erhalten: Ohne diese entsprechende Auswahl droht Resistenzbildung.

Auch Zielkonflikte werden oft ausgeblendet. Dem Ziel einer ressourceneffizienten Produktion ist Rechnung zu tragen: So führt zum Beispiel eine zu weitgehende Extensivierung zu geringerer Flächenproduktivität, bei der die Emissionen von Treibhausgasen je Ertragseinheit steigen. Auch die zusätzliche Mechanisierung beim Verzicht auf Pflanzenschutzmittel bedeuten Mehrkosten für die Landwirte bei gleichzeitiger Verschlechterung der Energie- wie CO2-Bilanz im Anbau.

Zahlreiche eingereichte Fragen und Vorstösse seitens des Parlamentes thematisieren den Verbesserungsbedarf und auch die Art und Weise, wie der Plan erstellt wurde. Der Aktionsplan wurde ohne Einbezug des Parlamentes erstellt. Das ist weder ein demokratisches noch ein sachgerechtes Vorgehen. Auch inhaltlich gibt es Mängel: So wird der risikobasierte Ansatz nicht konsequent angewendet». Die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln "mit besonderem Risikopotenzial" soll zum Beispiel um 30 Prozent reduziert werden. Die genauen Hintergründe dieser Zielformulierung sowie deren Effektivität bleiben allerdings noch unklar. Eine strukturierte Regulierungsfolgenabschätzung und eine Analyse der Auswirkungen der vorgeschlagenen Massnahmen auf die Risikoreduktion sowie auf die landwirtschaftliche Inlandsproduktivität sollen vor der Umsetzung des Aktionsplans vorliegen, fordert die Agrarindustrie.

Weitere Informationen:

Änderung der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung

scienceindustries hat sich zur Änderungen der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPV) geäussert.

Grundsätzlich haben wir zur Änderung der UVPV nichts hinzuzufügen, da es sich um eine formelle Anpassung als Folge der Ratifikation der Aarhus-Konvention handelt.

scienceindustries hat 2010 die Ratifikation der Aarhus-Kovention und die Änderung des Umweltschutzgesetztes abgelehnt, da der zusätzliche Nutzen der Ratifizierung bei der bestehenden schweizerischen Rechtslage sehr gering ist. Der Zugang zu amtlichen Dokumenten und die darin enthaltenen Umweltinformationen, wurde schon im Jahr 2006 mit der Inkraftsetzung des Öffentlichkeitgesetzes geschafft. Die Beteiligung der Öffentlichkeit sind in der Schweiz durch die Parteirechte und die umfassenden Mitwirkungsrechte bereits sichergestellt; dies, unter anderem, durch das allgemeine Einsichtrecht bei einer UVP gemäss Art. 10d des Umweltschutzgesetzes.

Die vollständige Stellungnahme ist hier verlinkt.

BWL: Totalrevision Landesversorgungsgesetz (LVG)

scienceindustries begrüsst grundsätzlich die Revision des Landesversorgungsgesetzes, da dieses damit den heutigen Gegebenheiten und der aktuellen Bedrohungslage entspricht und die Ausrichtung der Landesversorgung angepasst werden soll.

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