Wirtschaftsverband Chemie Pharma Life Sciences

Innovative Lösungen zum proaktiven und effektiven Klimaschutz

Globale Herausforderungen wie der Klimaschutz können nur mit den Anstrengungen der Wirtschaft gemeistert werden. Innovative Beispiele unserer Industrien gehen bereits in die richtige Richtung.

13.04.2021

scienceindustries und ihre Mitgliedsunternehmen leisten seit Jahren einen signifikanten Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen. Unsere Mitglieder optimieren Prozesse in den betriebseigenen Anlagen sowie in ihren Lieferketten. Gleichzeitig sind zahlreiche unserer Mitglieder Anbieter von Lösungen bezüglich des Klimawandels.

Der Vorstand von scienceindustries hat das Positionspapier "Proaktiver und effektiver Klimaschutz in den Chemie-, Pharma- und Life Sciences Industrien" verabschiedet. Aus der Erkenntnis der Kennzahlen für unsere Industrien folgt, dass die Emissionen aus der thermischen Verwertung von Sonderabfällen aus firmeneigenen oder externen Quellen eine grosse Herausforderung beim Erreichen des Netto-Null Ziel 2050 darstellen. Insgesamt konnten unsere Mitgliedsunternehmen seit 2013 rund 80'000 Tonnen CO2 und damit Energiekosten in der Höhe von ca. 40 Mio. CHF einsparen. Weiter werden die Elemente beschrieben, die unseren Industrien auf dem Weg zur Klimaneutralität helfen werden, und welche sich gegenseitig sinnvoll ergänzen. Längerfristig wird eine Kombination mehrerer Technologien und Ansätze die CO2-Emissionen unserer Industrien deutlich reduzieren. Bei den Abfällen zählen wir wie bisher auf die Ansätze des Vermeidens, des Regenerierens und der energetischen Verwertung und in Zukunft auch vermehrt auf die Abscheidung und Verwendung oder Lagerung des anfallenden CO2. Im Bereich der Regelbrennstoffe (Komfort- und Prozesswärme) sollen u.a. die Energieträger substituiert werden. Im Bereich der Produktionsprozesse soll z. B. langfristig der Ersatz chemischer Synthesen durch energie- und ressourcensparende biotechnologische Prozesse in Erwägung gezogen werden.

Die Instrumente des CO2-Gesetzes stellen weiterhin das Grundgerüst der Klimaschutzaktivitäten der Unternehmen dar

Diese Instrumente sind zum einen die Zielvereinbarungssysteme, welche Verminderungsverpflichtungen als Gegenleistung für die Befreiung der CO2-Abgabe voraussetzen. Zum anderen ist die Kompensation von Treibhausgasen speziell für diejenigen Unternehmen von Bedeutung, bei denen Massnahmen unwirtschaftlich sind oder die nicht vermeidbare Emissionen in ihren Lieferketten kompensieren möchten. Schliesslich ist der Emissionshandel für grosse Emittenten wichtig, welche eine langfristige Planungssicherheit und gleichwertige klimapolitische Rahmenbedingungen wie deren europäischen Konkurrenten benötigen. Auch wenn das neue CO2-Gesetz Nachteile und Risiken beinhaltet, wie die Verteuerung des Produktionsstandorts und die Gefährdung der Stromversorgungssicherheit der Schweiz, lehnt der Vorstand von scienceindustries das am 13. Juni 2021 zur Abstimmung kommende Referendum zum CO2-Gesetz aufgrund der Wichtigkeit dieser Instrumente ab.

Unsere Forderungen für Rahmenbedingungen zum Erreichen des Netto-Null Zieles

scienceindustries setzt sich für eine langfristige Versorgungssicherheit durch mehr CO2-neutrale Elektrizität, Prozess- und Komfortwärme unter wettbewerbsfähigen Konditionen ein. Die Instrumente des CO2-Gesetzes sollen gezielt angepasst werden, damit die technologischen Wege zum Erreichen des Netto-Null-Ziels für die Industrie offenbleiben.

 

Weitere Auskünfte:

Marcel Sennhauser, Leiter Kommunikation & Public Affairs
marcel.sennhauser@scienceindustries.ch, T +41 44 368 17 44

Linda Kren, Umwelt und Responsible Care
linda.kren@scienceindustries.ch, T +41 44 368 17 40


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