Wirtschaftsverband Chemie Pharma Life Sciences

140 Jahre Innovation

Wissenschaft und Wirtschaft: Eine innovationsfördernde Symbiose

Bedeutende Entwicklungen und Innovationen werden meist in internationalen Netzwerken führender Forschungsinstitute und Unternehmen erzielt. Dazu gehört insbesondere Horizon Europe. Welchen Beitrag leistet scienceindustries, unter anderem mit SimplyScience, bei der Förderung von Naturwissenschaften und Technik?

16.09.2022

Die chemisch-pharmazeutische Industrie ist mit einem Anteil von 50 Prozent die grösste Exportindustrie der Schweiz und damit ein wesentlicher Eckpfeiler der hiesigen Exportwirtschaft. Im Vergleich zum Jahre 2000 mit rund 28 Prozent sind die Schweizer Chemie- und Pharma-Exporte erheblich gewachsen. Bedeutendster Absatzmarkt für Chemie Pharma und Life Sciences ist die Europäische Union. 50 Prozent der Gesamtexporte dieser Branchen gehen in die EU.

Ein geregelter Zugang zum EU-Binnenmarkt ist ein wichtiger Standortfaktor für internationale Unternehmen in der Schweiz. Die Bilateralen Abkommen sind dafür eine Voraussetzung. Nebst dem Freihandelsabkommen von 1972, welches u.a. Zölle und mengenmässige Beschränkungen sowie Massnahmen mit gleicher Wirkung auf Industrieprodukte verbietet, kommt insbesondere den Verträgen über die technischen Handelshemmnisse, die Personenfreizügigkeit und die Forschung im operativen Geschäft eine zentrale Bedeutung zu. Vor diesem Hintergrund sollte der Bundesrat rasch sein Ziel einer erneuten Vollassoziierung an Horizon Europe realisieren.

Ausgebildeter Forschungsnachwuchs für Industrie zentral

Chemie, Pharma und Life Sciences weisen eine exzellente Wissensbasis auf, denn mehr als 40% der Angestellten verfügen über einen Hochschulabschluss. Diese Industrien sind auf hochqualifizierte Fachkräfte angewiesen, zumal insbesondere die Forschung und Entwicklung von zentraler Bedeutung ist. Denn mehr als ein Drittel der privaten Schweizer F&E-Aufwendungen werden in der Chemie- und Pharmabranche betrieben. Mit einem Anteil von 16% an Weltklasse-Patenten liegt die Schweiz auf Rang 1 in Bezug auf die Forschungseffektivität. Hierbei kommt rund ein Drittel aller Schweizer Weltklasse-Patente aus den Forschungsfeldern der chemisch-pharmazeutischen Industrie.

Die Mitgliedsunternehmen von scienceindustries arbeiten heute immer stärker im Verbund mit Ausbildungseinrichtungen, Hochschulen oder anderen Kompetenzzentren. Mehr als die Hälfte aller internationalen Kooperationen im ETH-Bereich finden mit Partnern in der EU statt. Diese Cluster sowie der Zugang zu wissenschaftlichen Netzwerken, Talenten und zum europäischen Forschungsraum schafft bedeutende Wettbewerbsvorteile. Darüber hinaus sind sie mitverantwortlich für die Wandlung der Schweiz hin zum bevorzugten Standort für Hightechunternehmen und F&E-Abteilungen, was wiederum volkswirtschaftliche Gewinne mit sich bringt.

SimplyScience: Kinder und Jugendliche nachhaltig motivieren

Die Förderung des Nachwuchses in Naturwissenschaft und Technik hat bei scienceindustries Tradition. Seit fast 15 Jahren fördert SimplyScience das Verständnis von Jugendlichen für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen, begeistert sie für die sogenannten MINT-Fächer und zeigt ihnen Ausbildungs- und Laufbahnmöglichkeiten in Wissenschaft und Wirtschaft auf.

Neben ihrer Online-Präsenz bietet die SimplyScience Stiftung eine grosse Vielfalt an Anregungen für praktische Aktivitäten an. Zahlreiche Ideen für Experimente stehen sowohl online als auch in Form von physischen Experimentierboxen zur Verfügung und werden laufend weiterentwickelt. Dadurch bereichern sie den naturwissenschaftlichen Unterricht in den Schulen. Zudem können diese Einrichtungen von Familien oder Institutionen als Freizeitbeschäftigung für Kinder und Jugendliche genutzt werden.

Durch ihr breit abgestütztes Spektrum an Aktivitäten hat die SimplyScience-Stiftung in den vergangenen Jahren schweizweit an Schulen einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht und ihre Aufbauarbeit zeigt damit erste Früchte. Kinder mit einem aufgeklärten, positiven Zugang zu Naturwissenschaften zeigen später in ihrem Leben eine höhere Akzeptanz für die Kernthemen der MINT-Industrien. Wissenschaftsförderung kann nur über langfristige Zeiträume nachhaltig betrieben werden und genau dafür setzt sich scienceindustries mit SimplyScience ein.


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