Dossiers - Zollpolitik und Freihandel
Positionspapier zur Nachhaltigkeit in Freihandelsabkommen
Die chemisch-pharmazeutische Industrie ist das Zugpferd der Schweizer Exportwirtschaft. Ihre Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit hängen entscheidend von einem offenen, globalen Marktzugang ab. Dieser wird durch verschiedene Instrumente wie multi- und plurilaterale Abkommen, Freihandelsverträge sowie bilaterale Vereinbarungen gesichert.
10.09.2026
Freihandelsabkommen sind für die Schweiz und ihre exportorientierte Industrie ein wirksames Instrument, um Marktzugang, Rechtssicherheit und nachhaltige Entwicklung miteinander zu verbinden. In einem Umfeld zunehmender geo- und handelspolitischer Spannungen ist verlässlicher Marktzugang zugleich eine Frage der Standortattraktivität und der Versorgungssicherheit. Freihandelsabkommen schaffen wirtschaftliche Perspektiven, fördern institutionellen Dialog und ermöglichen Fortschritte bei Umwelt-, Arbeits- und Sozialstandards dort, wo Abschottung keine Wirkung entfalten würde.
Entscheidend ist eine realistische und glaubwürdige Ausgestaltung: Nachhaltigkeitsbestimmungen müssen ambitioniert sein, aber auf die Möglichkeiten der jeweiligen Vertragsparteien abgestimmt bleiben. Für die EFTA bedeutet dies, ihre Stärke als verlässliche Kooperationsplattform zu nutzen, statt EU-ähnliche Durchsetzungsmechanismen zu übernehmen, für die ihr die strukturellen Hebel fehlen.
scienceindustries setzt sich deshalb für eine aktive, offene und zugleich verantwortungsvolle Schweizer Freihandelspolitik ein: mehr Marktzugang, klare Regeln, faire Wettbewerbsbedingungen und ein wirksamer Nachhaltigkeitsdialog statt symbolischer Sanktionslogik.