Wirtschaftsverband Chemie Pharma Life Sciences

Sterilisierbarer Kunststoff: Mehrweg statt Einweg

Der neuartige Kunststoff von EMS-CHEMIE ist wiederverwertbar, da er mehrere hundert Male sterilisiert werden kann. Das ersetzt Einweg-Artikel und ist leichter und güns­tiger als Metall und Glas, was wiederum die Gesundheitskosten und die Umwelt schont.

08.06.2021

Im Medizinalbereich wird heute noch sehr viel Metall und Glas eingesetzt. Beide Materialien haben den Nachteil, dass sie schwer sind und teuer in der Herstellung. Glasgeräte stellen zudem mit der Bruchgefahr in vielen Bereichen ein Sicherheitsrisiko dar. Aus diesem Grund gibt es bereits viele Medizinal-Anwendungen wie Spritzen, Schläuche, Beutel und Gefässe, die aus Kunststoffen gefertigt werden. Diese sind jedoch alles Einwegartikel, die nach einmaliger Nutzung als kostspieliger und umweltbelastender Sondermüll entsorgt werden müssen.

Der Grund hierfür liegt darin, dass herkömmliche Kunststoffe im Gegensatz zu Metall und Glas nicht mit den gängigen Methoden sterilisierbar sind, was aber die Voraussetzung für deren medizinische Mehrfachverwendbarkeit ist. So wird der anfallende Sondermüll im Medizinbereich durch das starke Wachstum in diesem Segment mehr und mehr zum Problem.

Um dieses Problem zu lösen, hat EMS-CHEMIE erstmals einen völlig neuartigen, transparenten Kunststoff entwickelt, der mehrere hundert Male sterilisierbar ist. Mit dem sterilisierbaren Kunststoff macht EMS für Glas- und Metallersatz auch im Medizinbereich den Weg frei. Bisherige Einweg-Artikel können zukünftig über 500 Mal sterilisiert und wiederverwendet werden. So können die entsprechenden Gesundheitskosten um über 90% und dank der geringen Dichte das Gewicht um über 80% reduziert werden. Das sind beträchtliche zusätzliche Vorteile neben der Verminderung von Sondermüll.

Über die EMS-Gruppe

Die EMS-Gruppe mit Sitz in Domat/Ems im Kanton Graubünden ist ein weltweit führender Anbieter von Hochleistungspolymeren und Spezialchemikalien für alle bedeutenden Industriezweige. EMS ist ein traditionsreiches, hochinnovatives Schweizer Exportunternehmen mit 25 Produktionsstandorten in 16 Ländern und beschäftigt derzeit rund 2'700 Mitarbeitende weltweit. EMS entwickelt, produziert und vermarktet Hochleistungskunststoffe für anspruchsvolle technische Anwendungen.

Foto: Magdalena Martullo zeigt zusammen mit Dr. Thomas Wiedemann und Carmen Spottog eine Atemmaske, die aus dem neuen, sterilisierbaren EMS-Kunststoff hergestellt werden kann.


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