Wirtschaftsverband Chemie Pharma Life Sciences
Mit Augmented Reality die Produktion erhöhen

Innovation

Mit Augmented Reality die Produktion erhöhen

Die Digitalisierung verhilft unseren Mitgliedern zu effizienteren Prozessen. So kann Vifor Pharma mit ihrer Augmented-Reality-Brille die Produktion in der Sekundärverpackung um bis zu 50% steigern.

15.06.2021

Das Schweizer Pharmaunternehmen Vifor Pharma setzt in der Produktion auf Industrie 4.0. Dabei geht unser Mitglied in St. Gallen höchst innovative Wege, um den wirtschaftlichen Nutzen von Augmented Reality (AR) in der automatischen Sekundärverpackung (zweite Verpackung, welche das Produkt umhüllt und entfernt werden kann, ohne das eigentliche Produkt zu berühren) zu testen.

Unter Augmented Reality versteht man die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Bereits 2016 startete Vifor Pharma in diesem Bereich ein Pilotprojekt, das in enger Zusammenarbeit mit einem Start-up-Unternehmen ein Jahr später erfolgreich abgeschlossen wurde. 2018 wurde Vifor Pharma dann gar mit dem Pharma 4.0 Award in der Kategorie "Innovation des Jahres" für die Implementierung von Augmented Reality ausgezeichnet.

Augmented Reality erleichtert Arbeitsabläufe

Am Hauptsitz in St. Gallen stellt das auf Eisenmangel, Nephrologie und kardiorenale Therapien spezialisierte Unternehmen fünf verschiedene Wirkstoffe als Basis für ihre Produkte her. Um die Produktion effizienter zu gestalten, kommt eine spezielle Brille zum Einsatz, bei der Daten, Informationen und 3D-Hologramme angezeigt werden. Der Anwender sieht dann sowohl diese Informationen als auch weiterhin die reale Umgebung.

Pharmazeutische Herstellungs- und Verpackungsprozesse sind komplex. Die Mitarbeitenden in diesen Bereichen müssen sich an genaue Prozesse halten, die mit Handbüchern und Checklisten verwaltet werden. Augmented Reality verwandelt jede Aufgabenliste – egal wie komplex sie ist – in einen dynamischen Multi-User-Workflow, der sich kontinuierlich an die realen Abläufe anpasst, wenn die einzelnen Aufgaben erledigt werden, beziehungsweise wenn sich die Anzahl der in einen Prozess involvierten Mitarbeitenden ändert. So können Mitarbeitende ihre Aufgaben besser und schneller erledigen, und das mit viel mehr Flexibilität und Genauigkeit, auch wenn die Prozesse komplexer werden.

Effizientere Umrüstzeiten in der Produktion

Seit Einführung der Augmented Reality-Brille konnten die Umrüstzeiten in St. Gallen verbessert und die Produktion um bis zu 50% gesteigert werden. Augmented Reality bringt zudem eine Reihe weiterer bedeutender Vorteile für die tägliche Arbeit mit sich: Handfreie Umrüstung der Maschinen, Know-how-Transfer, parallele Abarbeitung der Aufgaben, Visualisierung der Aufgaben in Echtzeit, Reduktion von Fehlermöglichkeiten, Trainings neuer Mitarbeitenden gestalten sich autonom.

«Die Verbesserung der Einsatzfähigkeiten der Mitarbeitenden ist ein weiterer grosser Vorteil, so können diese nun flexibler in verschiedenen und bereichsüberreifenden Abteilungen eingesetzt werden», sagt Giovanni Zimotti, Head of Product Group in St. Gallen.

Augmented Reality hält in diversen Bereichen Einzug

In letzter Zeit wurde die Technologie stetig weiterentwickelt. Dank RealWear, einer neuen sprachgesteuerten Industrie-Datenbrille, konnte Vifor Pharma die AR-Ausrüstung um ein wertvolles Tool erweitern und so die Umstellprozesse weiter optimieren. Die AR-Technologie ist für Bereiche ideal, bei denen die Prozesse standardisiert sind, unter anderem bei Überprüfungsschritten im Rahmen der Arbeitsplatzbereinigung. Da stellt Vifor Pharma unter anderem sicher, dass sich beispielsweise immer nur Rohmaterial für einen bestimmten Auftrag an einem Arbeitsplatz befindet.

Folgendes Zahlenbeispiel veranschaulicht den Mehrwert von Augmented Reality: In einer Produktionsumgebung, in der zehn Maschinen mit zehn verschiedenen Produktvarianten pro Maschine und mit einer Anzahl von 100 unterschiedlichen Schritten pro Produktvariante arbeiten, müsste sich ein Mitarbeitender 10’000 verschiedene Schritte einprägen können. Eine Mammutaufgabe. Augmented Reality unterstützt und entlastet Mitarbeitende dabei, indem es z. B. falsch eingestellte Werte reduziert oder gar verhindert.

Mitarbeitende werden in die Evaluation neuer Technologien involviert

Bereits heute ist Augmented Reality in der Prozessoptimierung nicht mehr wegzudenken. Das Potenzial ist dabei noch längst nicht ausgeschöpft. Wenn AR-Brillen künftig kleiner und somit handlicher werden, wird dies Mitarbeitende zusätzlich ergonomisch entlasten und den Prozessablauf noch effizienter gestalten. «Wichtig ist, dass sich Mitarbeitende mit neuen Technologien vertraut machen können und sich dabei wohl fühlen. Daher involvieren wir Mitarbeitende von Beginn weg in die Evaluation und Optimierung», sagt Giovanni Zimotti.

Über Vifor

Die Vifor Pharma Gruppe ist ein globales Pharmaunternehmen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, globale Marktführerin in den Bereichen Eisenmangel, Nephrologie und kardiorenale Therapien zu werden. Das Unternehmen ist ein bevorzugter Partner für Pharmaprodukte und innovative, patientenorientierte Lösungen. Die Vifor Pharma Gruppe will Patienten mit schweren und chronischen Krankheiten auf der ganzen Welt dabei helfen, ein Leben in besserer Gesundheit zu führen. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vermarktet pharmazeutische Produkte für eine optimale Patientenversorgung. Die Vifor Pharma Gruppe nimmt in allen ihren Kerngeschäften eine führende Position ein und besteht aus folgenden Unternehmen: Vifor Pharma und Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma (ein gemeinsam mit Fresenius Medical Care geführtes Unternehmen).

 


Schliessen

Newsletter anmelden

Quartals - Newsletter
Standpunkte

 
 

Aussenhandelsstatistik Chemie Pharma Life Science

Weitere Analysen

Export Chemie Pharma Life Sciences Schweiz nach Regionen

Weitere Analysen