Dossiers - Klima- und Energiepolitik
Für eine sichere Stromversorgung braucht die Schweiz alle Optionen
27.10.2026
Schon heute ist die Schweiz in acht von zehn Wintern auf Stromimporte angewiesen, während der Strombedarf weiter wächst. scienceindustries unterstützt deshalb den indirekten Gegenvorschlag zur «Blackout-Initiative» und eine technologieoffene Schweizer Energiepolitik. Ganz nach dem Motto: Optionen offenhalten, Versorgung sichern, Standort stärken.
Wasser-, Sonnen- und Windkraft sind für die Energiezukunft der Schweiz zentral und müssen konsequent weiter ausgebaut werden – dafür setzt sich scienceindustries ein. Angesichts des wachsenden Strombedarfs, unter anderem durch die zunehmende Elektrifizierung von Verkehr, Wärme und Industrie auf dem Weg zum Netto-Null-Ziel, und der besonderen Herausforderungen im Winter dürfen weitere CO₂-arme Technologien jedoch nicht von vornherein ausgeschlossen werden.
Das Parlament hat den indirekten Gegenvorschlag zur «Blackout-Initiative» beschlossen. Die damit verbundene Revision des Kernenergiegesetzes hebt das Neubauverbot für Kernkraftwerke auf. Das heisst nicht, dass damit gleich ein neues Kernkraftwerk gebaut wird – sondern lediglich, dass die Schweiz diese Option künftig überhaupt prüfen kann. Damit hält sich die Schweiz eine zusätzliche Option für ihre langfristige Energieversorgung offen.
scienceindustries unterstützt diesen technologieoffenen Ansatz. Für die exportorientierten Chemie-, Pharma- und Life-Sciences-Industrien sind eine stabile, klimafreundliche Stromversorgung und wettbewerbsfähige Preise zentrale Voraussetzungen, um Produktion, Forschung und Innovation in der Schweiz zu sichern. Gerade auf dem Weg zu Netto-Null sind Unternehmen auf ausreichend und verlässlich verfügbaren Strom angewiesen.
Als Mitglied der «Allianz sichere Stromversorgung» setzt sich scienceindustries gemeinsam mit Wirtschaft und Energiebranche für ein Ja zur Revision des Kernenergiegesetzes ein. Die Schweiz soll sich keine Technologie verbauen, die zur Versorgungssicherheit, zu den Klimazielen sowie zur Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit des Industriestandorts beitragen kann.