Innovationsfreundliche Schweiz

scienceindustries will die Innovationsbereitschaft in der Gesellschaft fördern. Dafür benötigen die Mitgliedunternehmen von scienceindustries folgende Rahmenbedingungen:

  • Fördern von Exzellenz in Bildung und Forschung
  • Nachwuchs zu Naturwissenschaften und Technik hinführen
  • Akzeptanz neuer Technologien in der Bevölkerung stärken
  • Zusammenarbeit zwischen Industrie und Hochschulen intensivieren
  • Bedeutung des Schutzes des Geistigen Eigentums erklären und steigern
  • Risikobereitschaft in der Bevölkerung fördern
  • Vertrauen in die Industrie erhalten und stärken

Haben Sie Fragen zu nachfolgenden Themen? So finden Sie unsere Experten hier.

 

Beiträge Innovationsfreundliche Schweiz

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Forschungsstandort Schweiz unter Druck

Eine neue Studie der Universität St. Gallen zeigt die grosse Bedeutung der multinationalen Unternehmen für den Forschungsstandort Schweiz auf. Sie legt auch dar, dass ein grosser politischen Handlungsbedarf besteht, will die Schweiz ihren Spitzenplatz in den Innovations-Rankings behalten. Unternehmen führen ihre Aktivitäten in Forschung und Entwicklung zunehmend global aus. Dies erhöht den Wettbewerbsdruck auf die einzelnen Standorte. Die Schweiz ist gut positioniert, verliert jedoch in wichtigen Aspekten an Terrain. Hinzu kommt, dass Konkurrenzstandorte gezielt aufrüsten.

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scienceindustries Positionspapier zu hormonaktiven Substanzen

Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit debattieren vermehrt und teilweise emotional über hormonaktive Substanzen («endokrine Disruptoren») und deren mögliche schädliche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.

In der Regel zielen diese Diskussionen darauf ab, diese Substanzen einer verschärften gesetzlichen Regelung zu unterwerfen. Die Industrie ist sich der Bedeutung dieses Themas bewusst. Sie nimmt ihre Verantwortung war, sich mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen zur Handhabung chemischer Stoffe in die öffentliche Debatte einzubringen. Ziel ist es, die Entscheidungen auf wissenschaftlichen Ergebnissen zu basieren.

Die Arbeitsgruppen von scienceindustries, die sich mit dem Thema Chemikalienrecht beschäftigen, haben in den vergangenen Monaten ein Positionspapier erarbeitet, das vom Vorstand an seiner Sitzung vom 02.12.2014 verabschiedet worden ist. Das Positionspapier skizziert die grundsätzlichen Positionen der chemisch-pharmazeutischen Industrie zum heutigen Zeitpunkt.

Das Dokument steht ihnen hier als PDF-Dokument zum Download zur Verfügung.

Bei Fragen zum Inhalt, bitten wir Sie, sich direkt mit der Geschäftsstelle über diesen Link in Verbindung zu setzen.

Fact Sheet - Nationaler Innovationspark

scienceindustries befasste sich im Rahmen der Vorarbeiten zur Revision des Forschungs- und Innovationsförderungsgesetzes (FIFG) seit 2009 mit dem Konzept eines Nationalen Innovationsparks. In der Vernehmlassung vertrat scienceindustries die klare Haltung, die Förderaufgaben des Bundes seien nicht zu erweitern und die vom Bundesrat vorgeschlagene Rechtsgrundlage für den Nationalen Innovationspark sei abzulehnen. scienceindustries beteiligt sich damit nicht an der operationellen Aufgabe der Errichtung eines Innovationsparks.

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Internationale Studie über die Umweltauswirkungen von Neonicotinoiden bringt keine neuen, praxistauglichen Erkenntnisse

Eine Arbeitsgruppe der Umweltorganisation «International Union for Conservation of Nature IUCN» hat heute ihre Interpretation bereits vorhandener Forschungsergebnisse zu möglichen kritischen Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf Ökosysteme angekündigt. Die Studie selber wurde nicht veröffentlicht; eine unabhängige Überprüfung der Schlussfolgerungen ist daher zum heutigen Zeitpunkt nicht möglich. Es ist davon auszugehen dass sich die Studie weitgehend auf selektive Daten, die nur im Labor und nicht unter realistischen Nutzungsbedingungen erhoben wurden, abstützt. Damit liefert sie keine neuen, praxistauglichen Erkenntnisse.

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Swiss Life Sciences Schulprogramm

Swiss Life Sciences organisiert auch dieses Jahr wieder eine Reihe von Veranstaltungen, um das Interesse und Verständnis der Bevölkerung für die moderne Life Sciences Forschung zu vertiefen. Dazu gehören auch Schulbesuche von Wissenschaftlern, die über ausgewählte Fachthemen sprechen. Das Schulprogramm wird von Gen Suisse koordiniert, bis 2012 war das Programm unter dem Namen «Tage der Genforschung» bekannt.

Auch dieses Jahr sind Mitarbeitende der  scienceindustries Geschäftsstelle wieder dabei: Anna Bozzi bietet zwei Vorträge zum Thema Ernährung an (An apple a day keeps the doctor away: wertvolle Pflanzenstoffe; Massgeschneiderte Ernährung: wenn die Gene das Menue bestimmen) , Jan Lucht zwei Referate zur Biotechnologie (Biotechnologie im Alltag; Gene auf dem Teller?).

Das Programm wurde kürzlich schweizweit als Broschüre an Schulen versendet, es steht auch online zur Verfügung.

scienceindustries möchte mit diesem Engagement und der Beteiligung an dem Programm einen Beitrag zum strategischen Kernanliegen «Förderung der Innovationsbereitschaft in der Gesellschaft» leisten.

 

Weitere Informationen:

 

Biotechnologie im Alltag

Ab 7. Schuljahr

Verbesserte Medikamente? Plastikbecher aus nachwachsenden Rohstoffen? Umweltfreundlich gebleichte Jeans? Biologisch statt chemisch hergestellte Vitamine? Pflanzen, die sich selbst vor Schädlingen schützen? All dies und noch viel mehr ermöglicht moderne Biotechnologie – oft optimiert mit Hilfe der Gentechnik. Hier können Schülerinnen und Schüler mehr über Technik und Anwendungsgebiete erfahren. Die Themen des Vortrags werden nach Rücksprache auf die Interessen der Zuhörer abgestimmt.

Dr. Jan Lucht, scienceindustries- Wirtschaftsverband Chemie Pharma Biotech

Begriff: Gentechnologie

 

Gene auf dem Teller?

Ab 7. Schuljahr

Essen wir wirklich täglich Gene? Was hat es mit dem Gen-Mais auf sich? Wo überall wird Gentechnik im Bereich Landwirtschaft und Ernährung eingesetzt, und wo kann das zu Problemen führen? Der Vortrag gibt einen Überblick zu aktuellen Anwendungen und Entwicklungen auf diesem Gebiet, und dient als Grundlage zur gemeinsamen Diskussion. Auf Wunsch kann mit der Klasse in einem einfachen Experiment Tomaten-DNA isoliert werden.

Dr. Jan Lucht, scienceindustries - Wirtschaftsverband Chemie Pharma Biotech

Begriff: Gentechnologie

 

An apple a day keeps the doctor away: wertvolle Pflanzenstoffe

Oberstufe

Der Karotte verleihen sie das leuchtende Orange, andere Pflanzen schützen sie vor Insekten und UV-Strahlen oder steuern ihr Wachstum: Sekundäre Pflanzenstoffe. Immer mehr zeigt sich, welche wertvolle Funktion sekundäre Pflanzenstoffe in der Ernährung des Menschen haben. In winzigen Mengen schützen sie uns vor den unterschiedlichsten Krankheiten wie beispielsweise Krebs. Was der Volksmund also schon seit Generationen predigt, kann heute wissenschaftlich erklärt werden.

Anna Bozzi Nising, scienceindustries - Wirtschaftsverband Chemie Pharma Biotech

Begriff: Ernährung

 

Massgeschneiderte Ernährung: wenn die Gene das Menue bestimmen

Oberstufe

Die massgeschneiderte oder personalisierte Ernährung wird auf die individuellen Eigenschaften des Genoms eines Menschen zugeschnitten. Sie hat zum Ziel, Krankheiten vorzubeugen oder, bei vorliegenden Erkrankungen, medikamentöse Therapien zu unterstützen.

Anna Bozzi Nising, scienceindustries - Wirtschaftsverband Chemie Pharma Biotech

Begriff: Ernährung

 

 

Umstrittene Séralini-Studie zu Gentech-Mais, Glyphosat und Tumoren bei Ratten zurückgezogen

Ende 2012 erregte eine Studie des französischen Forschers Gilles-Eric Séralini grosses Aufsehen. Sie behauptete einen Zusammenhang zwischen der Fütterung von Ratten mit gentechnisch verändertem Mais oder winzigen Spuren des Herbizids Glyphosat und erheblichen Gesundheitsschäden, massiven Tumoren und einer verkürzten Lebensdauer der Versuchtiere.

Unmittelbar nach Erscheinen der Séralini-Studie meldeten sich zahlreiche unabhängige Wissenschaftler zu Wort, die auf erhebliche methodische Mängel der Studie hinwiesen und deren Aussagekraft in Frage stellen. Aufgrund der weitreichenden möglichen Auswirkungen der Resultate wurde die Séralini-Studie auch von nationalen und internationalen Behörden beurteilt. Der Konsens der Expertengremien : die Séralini-Studie ist unbrauchbar und ohne jede Aussagekraft.

Am 28. November 2013 wurde die umstrittene Séralini-Studie von der Fachzeitschrift «Food and Chemical Toxicology» offiziell zurückgezogen, da nach Ansicht der Herausgeber die vorgelegten Daten mangelhaft sind und keine Schlussfolgerungen erlauben.

Weiterführende Informationen:

Gentech-Moratorium: Wichtiges Zeichen des Ständerates für einen forschungs- und innovationsfreundlichen Standort Schweiz

Der Ständerat lehnte heute eine Motion von Markus Ritter über die Verlängerung des GVO-Moratoriums über das Jahr 2013 hinaus ab. scienceindustries begrüsst dieses Bekenntnis des Ständerates zu einer forschungs- und innovationsfreundlichen Schweiz. Dabei setzte der Ständerat auch ein wichtiges Zeichen gegen weitere Verlängerungsbegehren des Gentech-Moratoriums über das Jahr 2017 hinaus.

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BAFU bewilligt Freisetzungsversuch mit gentechnisch verändertem Weizen

Bern, 15.08.2013 - Die Universität Zürich darf einen Freisetzungsversuch mit einer gentechnisch veränderten Weizensorte durchführen, die resistenter gegen Mehltau ist. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat den Versuch mittels einer Verfügung bewilligt. Die Universität Zürich als Antragstellerin muss eine Reihe von Massnahmen ergreifen, um die Sicherheit zu garantieren und zu vermeiden, dass sich gentechnisch verändertes Material ausserhalb des Versuchsgeländes verbreiten kann (Medienmitteilung BAFU).

scienceindustries begrüsst, dass die Grundlagenforschung im Bereich «Grüne Biotechnologie» trotz der schwierigen Rahmenbedingungen und des Gentech-Moratoriums in der Schweiz fortgeführt wird – sowohl im Interesse des wissenschaftlichen Fortschritts, als auch als konkretes Anwendungsbeispiel für die gesellschaftliche und politische Diskussion um moderne Verfahren der Pflanzenzüchtung.

 

Vernehmlassung Änderung Gentechnikgesetz und Koexistenzregelung: Stellungnahme scienceindustries

Der Anbau von GVO-Nutzpflanzen stellt kein spezielles Risiko für Umwelt oder Gesundheit dar, könnte aber auch in der Schweiz wirtschaftliche und ökologische Vorteile und somit Chancen für die Landwirtschaft bieten. Das zeigen die Resultate des Forschungsprogramms NFP59 und der kürzlich veröffentlichte Bericht der Akademien der Wissenschaften Schweiz Gentechnisch veränderte Nutzpflanzen und ihre Bedeutung für eine nachhaltige Landwirtschaft in der Schweiz. Ende Januar 2013 hat die Landesregierung die Vernehmlassung zur Regelung der Koexistenz zwischen konventionellen und GVO-Kulturen in der Landwirtschaft eröffnet.

scienceindustries begrüsst grundsätzlich die Bestrebungen, auf wissenschaftlicher Basis und unter Einbezug der neuen Forschungsresultate die erforderlichen Regelungen auszuarbeiten, um ein Nebeneinander verschiedener Anbausysteme (einschliesslich moderner Biotech-Sorten) in der Landwirtschaft zu ermöglichen. So kann die Zeit bis zum Ablauf des Gentech-Moratoriums produktiv genutzt werden, um für Landwirte und Konsumenten die Voraussetzungen für echte Wahlfreiheit zu schaffen.

Einige Bestimmungen im vorgelegten Regelungspaket würden jedoch einen möglichen Anbau von GVO-Nutzpflanzen – die ja nur dann durch die Behörden zugelassen würden, wenn sie kein Risiko darstellen – unnötig einschränken, wenn nicht ganz verhindern. Dadurch würde die Wirtschaftsfreiheit einzelner Landwirte beschnitten, und der Schweizer Landwirtschaft würden Optionen für eine Verbesserung der Nachhaltigkeit genommen. Hierzu gehört der Vorschlag, kantonal auch gegen den Willen betroffener Landwirte «GVO-freie Gebiete» anzuordnen. Auch gehen die vorgeschlagenen Isolationsabstände zwischen konventionellen und GVO-Kulturen über das wissenschaftlich gerechtfertigte Mass hinaus, und die Information der Nachbarn bei GVO-Anbau könnte verbessert werden. In verschiedenen Bereichen wünscht scienceindustries daher Anpassungen der Vorlage.

Stellungnahme von scienceindustries Vernehmlassung zur Änderung des Gentechnikgesetzes und zur Koexistenzregelung: Stellungnahme scienceindustries (PDF download)

Fact Sheet Séralini-Studie - Kein Beweis für Gesundheitsrisiken von Gentech-Mais

Der Einsatz biotechnologischer Verfahren in der Land- und Ernährungswirtschaft spielt global eine immer wichtigere Rolle, wird aber speziell in Europa oft skeptisch beurteilt. So behauptete die im September 2012 erschienene Séralini-Studie, Belege für mögliche Gesundheitsrisiken von gentechnisch verändertem Mais und von geringen Spuren von Pflanzenschutzmitteln gefunden zu haben. Ende November 2012 erschien die abschliessende europäische EFSA-Beurteilung: die Séralini-Studie ist als Entscheidungsgrundlage unbrauchbar.

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