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Schweizer Aussenhandel 2021

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Schweizer Aussenhandel 2021

27.01.2022

Schweizer Aussenhandel 2021: Chemie Pharma Life Sciences wesentlicher Eckpfeiler

Die Ausfuhren der Industrien Chemie Pharma Life Sciences stiegen trotz der anhaltenden Covid-19-Pandemie im Jahr 2021 weiter an, auf 130.87 Milliarden Franken. Damit die Schweizer Volkswirtschaft auch künftig so massgeblich von den Exporten der Mitgliedsunternehmen von scienceindustries profitieren kann, sind wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen unabdingbar: Der EU-Raum ist der zentrale Absatzmarkt, weshalb ein gesicherter Zugang zu diesem wichtigen Binnenmarkt vordringlich bleibt.

Trotz der Covid-19-Pandemie und den teilweise unterbrochenen Lieferketten steigerten die Unternehmen der Chemie Pharma Life Sciences ihre Ausfuhren im 2021 um 12.4% gegenüber dem Vorjahr (2020: 116.42 Milliarden Franken) und wiesen ein Exportvolumen von 130.87 Milliarden Franken aus. Der Schweizer Aussenhandel profitierte damit massgeblich von den Exporten unserer Industrien, deren Anteil sich im letzten Jahr auf 50.4% belief. Das ist die Hälfte des gesamten Exports der Schweiz und damit ein wesentlicher Eckpfeiler unserer Volkswirtschaft sowie unseres Wohlstandes.

Den Löwenanteil der Exportgüter unserer Industrien machten die pharmazeutischen Produkte, Vitamine und Diagnostika aus: Sie entsprechen einem Anteil von 83.3% und stellen damit die wichtigste Produktgruppe dar. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Anstieg um 9.9% auf 108.96 Milliarden Franken zu verzeichnen – die Sparte macht somit neu 42% der schweizerischen Gesamtexporte aus.

EU wichtigster Absatzmarkt und Zulieferer unserer Industrien
Fast die Hälfte der Ausfuhren (49.4%) ging in die Länder der Europäischen Union. Diese sind mit einem Volumen von 64.66 Milliarden Franken nach wie vor der wichtigste Handelspartner der Industrien Chemie Pharma Life Sciences. Nach Europa ist Nordamerika die zweitwichtigste Abnehmerregion (32.42 Milliarden Franken). Asien als aufstrebender Markt ist bereits heute drittwichtigster Abnehmer unserer innovativen Produkte bei 21.04 Milliarden Franken.

Über Zweidrittel (69.11%) der Importe der Industrien Chemie Pharma Life Sciences stammt aus der EU: Somit ist die EU mit Abstand der wichtigste Handelspartner unserer Industrien. Die EU ist zudem der wichtigste Zulieferer für Rohstoffe, Halbfabrikate und Fertigprodukte für unsere Industrien.

Erhalt der wirtschaftlichen Standortvorteile rasch sichern
Die Bilateralen Abkommen waren bisher Garant für den geregelten Zugang zum EU-Binnenmarkt und wichtiger Standortfaktor für internationale Unternehmen in der Schweiz. Nach dem Abbruch der Verhandlungen um ein institutionelles Rahmenabkommen ist dieses geregelte Verhältnis gefährdet: Nun gilt es den Ausbau des Marktzugangs weiter voranzutreiben sowie die Erosion der existierenden Marktzugangsabkommen sowie weiterer Standortvorteile zu verhindern.

Mit Blick auf die OECD-Steuerreform und eine einheitliche Firmenbesteuerung im europäischen Raum gilt es, hiesige Steuervorteile zu sichern. Dazu gehört die Abschaffung der Stempelsteuer, über welche wir am 13. Februar 2022 abstimmen. Zentral ist auch die Sicherung der Forschungsfreiheit: Diese ist mit der am gleichen Tag zur Abstimmung kommenden Tier- und Menschenversuchsverbotsinitiative stark gefährdet. Schliesslich ist eine rasche erneute Vollassoziierung an das EU-Forschungsprogramm Horizon Europe notwendig, wie jüngst in einer Resolution von scienceindustries, ETH-Rat und swissuniversities gefordert.

USA waren auch 2021 das wichtigste Exportland
Die USA bleiben mit einem Anteil von knapp 23% und dem Volumen von 30.05 Milliarden Franken das wichtigste Abnehmerland von Produkten der scienceindustries-Mitgliedsunternehmen. Dies entspricht einer Zunahme von 15.9%. Deutschland (17.95 Milliarden Franken) und Spanien (10.6 Milliarden Franken) folgen auf Platz zwei und drei.

Weitere Zahlen entnehmen Sie unserer Aussenhandelsstatistik

Auskünfte zu dieser Medienmitteilung:

Dr. Stephan Mumenthaler, Direktor
stephan.mumenthaler@scienceindustries.ch, T +41 44 368 17 20

Sabrina Ketterer, Kommunikation
sabrina.ketterer@scienceindustries.ch, T +41 44 368 17 43


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