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GV 2026: Innovation braucht verlässliche Rahmenbedingungen
27.05.2026
Die Schweiz gehört weiterhin zu den weltweit führenden Standorten für Chemie, Pharma und Life Sciences. Gleichzeitig nimmt der internationale Wettbewerb deutlich zu. An der 144. Generalversammlung betonte scienceindustries die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen, offener Märkte und stabiler Beziehungen zu den wichtigsten Handelspartnern.
Die Generalversammlung von scienceindustries fand dieses Jahr bei der Sika AG in Zürich statt und stand im Zeichen eines zunehmend herausfordernden internationalen Umfelds. Geopolitische Spannungen, zunehmender industriepolitischer Wettbewerb und regulatorische Unsicherheiten setzen exportorientierte Industrien weltweit unter Druck.
Der Anlass wurde von Martin Waser, Head Legal Sustainability & Regulatory Governance der Sika AG, eröffnet. Als Gastreferent willkommen geheissen wurde Dr. Martin Schlegel, Präsident des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Er referierte zur wirtschaftlichen Lage und zu den geldpolitischen Herausforderungen für die Schweiz.
Wettbewerbsfähigkeit aktiv sichern
Präsidentin Dr. Annette Luther betonte in ihrer Ansprache, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz für die innovativen Branchen von scienceindustries abnehme: „Die Wettbewerbsvorteile der Schweiz drohen im neuen geopolitischen Kontext zu erodieren. Die Schweiz muss ihre Standortvorteile nun aktiv sichern – die Unternehmen brauchen Planungssicherheit, guten Marktzugang sowie innovationsfreundliche Regulierung.“
Der internationale Wettbewerb um Investitionen, Talente und Technologien verschärft sich. Gleichzeitig nehmen geopolitische Unsicherheiten, protektionistische Tendenzen und regulatorische Belastungen weltweit zu. „Stabilität ist wichtig, reicht heute aber nicht mehr. Wer im internationalen Kontext mithalten will, muss sich der neuen geopolitischen Realität stellen und rasch anpassen“, sagte Luther.
Für scienceindustries ist klar: Die Schweiz muss die stabilen Beziehungen zu den wichtigsten Handelspartnern sichern und attraktive Rahmenbedingungen für Forschung, Produktion und Innovation erhalten. Ebenso zentral bleiben der Zugang zu Fachkräften, starke Bildungs- und Forschungseinrichtungen und erschwingliche Energie.
Die Branchen Chemie, Pharma und Life Sciences stehen für über die Hälfte der Schweizer Exporte und sind ein zentraler Pfeiler des Wohlstands in der Schweiz. Die kommenden Jahre werden aus Sicht von scienceindustries entscheidend dafür sein, wie sich der Standort Schweiz im internationalen Wettbewerb behaupten kann.
Neue Mitglieder im Vorstand
An der Generalversammlung wurde der Vorstand für die Amtsperiode 2026 bis 2030 gewählt. Neu in den Vorstand gewählt wurden:
- Gianluca Colombo, dsm-firmenich AG
- Yvonne Ehrmann, Sandoz AG
- Dr. Stefan Randl, Siegfried AG
- Dr. Tobias Schalow, CABB AG
- Dr. Anne-Kathrin Stoller, Bachem AG
- Martin Waser, Sika AG
Dr. Annette Luther wurde als Präsidentin für die Amtsperiode 2026 bis 2030 bestätigt. Mit den neuen Mitgliedern stärkt der Vorstand gezielt seine fachliche Expertise und die breite Verankerung der Branche.
scienceindustries dankt den ausscheidenden wie aktiven Vorstandsmitgliedern für ihr Engagement und ihren wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Verbands. Mit ihrer Expertise und ihrem Einsatz prägen sie die Position von scienceindustries als starke Stimme der Chemie-, Pharma- und Life Sciences-Industrien.
Weitere Auskünfte:
Stephan Mumenthaler, Direktor
Tel. 079 593 91 63, stephan.mumenthaler@scienceindustries.ch,